Photovoltaik-Hybrid-System von SMA für Salzfabrik in Kenia

Die SMA Solar Technology AG und ihre Tochter SMA Sunbelt Energy GmbH haben in Kenia eines der größten Photovoltaik-Hybridsysteme für einen Industriekunden realisiert. Der SMA Fuel Save Controller kombiniere die Photovoltaik-Anlage, die mit 34 Sunny Tripower-Wechselrichtern ausgestattet sei, intelligent mit den Dieselgeneratoren und dem öffentlichen Stromnetz, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Hybridsystem mit einem Megawatt Leistung erzeuge künftig 1,6 Megawattstunden Strom pro Jahr. Der erzeugte Solarstrom könne direkt für die laufende Produktion eines im kenianischen Malindi ansässige Salzfabrikant genutzt werden.

Als besondere Herausforderung des Projekts hat sich die Logistik durch die eingeschränkte lokale Verfügbarkeit von wichtigen Komponenten erwiesen“, sagt Enrique Garralaga, Leiter der Projektentwicklung bei der SMA Sunbelt Energy GmbH. Mit Hilfe eines lokalen Vertriebspartners sei das Photovoltaik-Hybridsystem dennoch schnell installiert und von SMA-Ingenieuren in Rekordzeit in Betrieb genommen worden, sagte er weiter.

Deepak Patel, Managing Director of Kristalline Salt Limited, ergänzte: “Schon beim Bau der Fabrik haben wir den Platz für eine Solaranlage eingeplant, damit wir unsere Umweltbilanz verbessern und den Anteil des mit Dieselgeneratoren erzeugten Stroms reduzieren können.“ Er zeigte sich erfreut, dass das Photovoltaik-Hybridsystem bereits vorzeitig in Betrieb genommen werden konnte. Der 55-prozentige Solarstromanteil tagsüber werde es dem Unternehmen ermöglichen, künftig bis zu einem Viertel seiner jährlichen Stromkosten einzusparen.

Nach Angaben von SMA amortisieren sich Photovoltaik-Diesel-Hybridanwendungen binnen weniger Jahre. Sie seien daher ein interessantes Geschäftsmodell für Dieselgenerator-Betreiber und unabhängige Stromerzeuger. Im Trend liege derzeit die Erweiterungsoptionen durch Batteriespeicher, die den Photovoltaik-Anteil in diesen Hybridsystemen zusätzlich erhöhten. (Sandra Enkhardt)