EU-Kommission genehmigt zusätzliche Photovoltaik-Förderungen in Frankreich

Teilen

Die Europäische Kommission hat drei Förderregelungen für neuen Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen in Frankreich genehmigt. Sie entsprächen den EU-Beihilferichtlinien, teilte Brüssel bereits am Freitag mit. Die Regelungen sollen in Frankreich die Entwicklung von rund 2600 Megawatt an zusätzlichen Photovoltaik- und etwa 60 Megawatt an neuen Wasserkraftkapazitäten ermöglichen.

Die eine neue Solarförderung sieht vor, dass Betreiber von privaten und gewerblichen Photovoltaik-Dachanlagen mit weniger als 100 Kilowatt Leistung künftig einen Einspeisetarif erhalten. Damit wolle die französische Regierung in diese Segment rund 1500 Megawatt an zusätzlichen Photovoltaik-Kapazitäten entwickeln. Die zweite Neuregelung betrifft Betreiber von größeren Photovoltaik-Anlagen. Nach Angaben der EU-Kommission handelt es sich um Anlagen mit einer Leistung von 100 bis 250 Kilowatt sowie mit einer Leistung von mehr als 250 Kilowatt, die zwischen Juli 2011 und März 2013 Zuschläge über Ausschreibungen erhalten haben. Ihnen solle nun über 20 Jahre ein Einspeisetarif gezahlt werden. Damit sollen rund 1100 Megawatt zusätzlicher Photovoltaik-Kapazitäten entstehen, hieß es weiter.

Die vorläufige Mittelausstattung für die zwei Photovoltaik-Förderungen lägen insgesamt bei jährlich 429 Millionen Euro, war über die Förderlaufzeit von 20 Jahren insgesamt 8,8 Milliarden Euro ergebe. Die neuen Regelungen würden Frankreich bei der Erfüllung der Zielvorgabe bis 2020 helfen, insgesamt 23 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. „Diese französische Initiativen werden die Nutzung erneuerbarer Energieträger fördern und für Rechtssicherheit in dieser Branche sorgen; gleichzeitig werden sie sicherstellen, dass die staatliche Förderung auf ein Minimum beschränkt wird“, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Dieses Gleichgewicht sei wichtig für Europa bei der Verwirklichung seiner Umweltziele. Wettbewerbsverzerrungen würden durch die neuen staatlichen Förderungen so gering wie möglich gehalten. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.