Shunfeng rechnet mit deutlichem Verlust für 2016

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Die Shunfeng International Clean Energy Limited geht für das abgelaufene Geschäftsjahr von einem deutlichen Verlust aus. Für 2016 gehe der Vorstand des chinesischen Photovoltaik-Konzerns nach vorläufigen Berechnung von einem negativen Ergebnis von umgerechnet knapp 126 Millionen Euro (923 Millionen Yuan) aus, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Gewinnwarnung. Im ersten Halbjahr habe Shunfeng noch einen Gewinn von gut 7,4 Millionen Euro erzielen können. Im zweiten Halbjahr 2016 seien dann die starken Verluste aufgetreten. Im Jahr 2015 hatte Shunfeng einen operativen Gewinn von knapp acht Millionen Euro erreicht.

Zudem kündigte Shunfeng eine im Mai geschlossene Absichtserklärung auf, wonach es 100 Prozent der Anteile der Jiangsu Shunfeng Photovoltaic Technology Company Limited an die Asia-Pacific (China) Investment Management Ltd. verkaufen wolle. Die Gespräche darüber zwischen den Unternehmen seien im gegenseitigen Einvernehmen beendet und die nicht-rechtsverbindliche Vereinbarung mit sofortiger Wirkung aufgehoben worden. Nähere Angaben zu den Gründen machte Shunfeng zunächst nicht.

Shunfeng hat sich in den vergangenen Jahren durch diverse Übernahmen zu einem der größten Photovoltaik-Unternehmen Chinas gemausert. Im Jahr 2014 übernahm die bis dahin relativ unbekannte Shunfeng Photovoltaic International Ltd. für mehr als 350 Millionen Euro die insolvente Wuxi Suntech – damals einer der größten Photovoltaik-Hersteller der Welt. Kurz darauf erwarb das Unternehmen die Wechselrichter-Sparte der insolventen Sunways AG und den insolventen deutschen Projektierer SAG Solarstrom. Weitere Übernahmen und Beteiligungen folgten.

Ein Grund für die herben Verluste von Shunfeng im zweiten Halbjahr dürften die seit diesem Zeitpunkt stark gesunkenen Modulpreise weltweit sein. Angesichts der massiven Überkapazitäten und der deutlich rückläufigen Nachfrage in China nach einer Förderkürzung zum 1. Juli 2016 ist ein neuer Preiskampf ausgebrochen. Die Folgen machen den meisten Photovoltaik-Herstellern weltweit zu schaffen und schlagen sich in den bereits veröffentlichten Bilanzen nieder. (Sandra Enkhardt)

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