USA: Photovoltaik sticht Kohle, Gas und Atom aus

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In den USA sind 64 Prozent der neu installierten Kapazität zur Energieerzeugung nach einer Analyse im ersten Quartal 2016 auf Photovoltaik entfallen. Es seien Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1665 Megawatt in den ersten drei Monaten neu ans Netz gegangen, berichten GTM Research und der Photovoltaik-Verband SEIA in ihrem aktuellen Marktbericht. Dies seien mehr als die neu installierte Leistung von Atom, Kohle und Gas im ersten Quartal zusammen. Es sei das zehnte Quartal in Folge gewesen, in dem der Photovoltaik-Zubau in den USA über der Gigawatt-Marke gelegen habe. Zudem sei es bereits das zwölfte Quartal, in dem mehr als 500 Megawatt an Photovoltaik-Kraftwerkskapazitäten installiert worden seien. Insgesamt gebe es mittlerweile mehr als eine Million Photovoltaik-Anlagen in den USA, heißt es weiter. Die insgesamt installierte Kapazität liege mittlerweile bei 27,5 Gigawatt.

Für das Gesamtjahr geht die Analyse davon aus, dass erstmal mehr Photovoltaik- als Gas-Kapazitäten in den USA zugebaut werden. Voraussichtlich werde der Photovoltaik-Zubau bei etwa 14,5 Gigawatt liegen. Dies sei fast eine Verdoppelung der 7,5 Gigawatt aus dem Vorjahr. Mehr als zehn Gigawatt davon würden voraussichtlich in großen Kraftwerksanlagen installiert. Mindestens weitere 4,5 Gigawatt an Großanlagen würden im vierten Quartal fertiggestellt und dann im kommenden Jahr ans Netz gehen, so die Analyse. Auch das Wachstum im Segment Dachanlagen gehe trotz einiger politischer Hürden und Net-Metering-Diskussionen weiter.

Diese weitere Steigerung des Zubaus spiegele auch die wachsende Bedeutung der Photovoltaik als Energiequelle in den USA wieder. So erwarten GTM Research und SEIA auch, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre die Marke von zwei Millionen installierten Photovoltaik-Anlagen erreicht werde. „Die Solarindustrie wächst mit Warp-Geschwindigkeit, getrieben durch die Tatsache, dass Photovoltaik eine der günstigsten Optionen zur Stromerzeugung ist und von den Menschen geliebt wird, die zum einen sich um die Umwelt sorgen und zum anderen einen erschwinglichen und zuverlässigen Zugang zu Energie haben wollen“, erklärte Tom Kimbis, Interimspräsident von SEIA. (Sandra Enkhardt)