Tesla verdreifacht Verlust

Tesla hat nun Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. So habe der US-Hersteller von Elektroautos, der mittlerweile auch Photovoltaik-Speicher anbietet, seinen Umsatz 2015 von 3,0 auf 3,7 Milliarden US-Dollar steigern können. Zugleich habe sich aber auch der Verlust von 294 auf 889 Millionen US-Dollar verdreifacht und allein im vierten Quartal davon 320 Millionen US-Dollar, was Tesla-Chef Elon Musk vor allem mit den großen Investitionen begründete. So hat der Hersteller im vergangenen Jahr eine Gigawattfertigung für Batteriespeicher in Nevada aufgebaut. In diesem Jahr soll es – wenn man der Ankündigung von Musk vertraut – das erste Mal in der Firmengeschichte einen operativen Gewinn geben. Tesla ist immerhin schon 2003 gegründet worden.

Für dieses Jahr kündigte Musk nun an, 80.000 bis 90.000 Elektroautos verkaufen zu wollen. Im Vorjahr seien es gut 50.000 verkaufte Fahrzeuge gewesen. Weniger mutig gab sich der Tesla-Vorstand bei einer Prognose für sein Speichergeschäft. Auf eine Nachfrage eines Analysten bei der Vorstellung der Zahlen, ob Tesla die angepeilten Umsätze für seine Batteriespeicher von 400 bis 500 Millionen US-Dollar in diesem Jahr erreichen werde, antwortete Musk, dass er von einem starken 4. Quartal 2016 in diesem Segment ausgehe. Tesla-Technologievorstand Jeffrey Straubel ergänzte, dass nicht von einer linearen Entwicklung des Speichergeschäfts auszugehen sei. Es sollten keine zu großen Versprechen gemacht werden, da es schwer abzuschätzen sei, wie das Wachstum aussehe.

„Die Produktion läuft nach Plan und wir sind sehr glücklich darüber. Die Produktion in der Gigawattfabrik ist wie geplant im vierten Quartal gestartet. Die Auslieferungen sind im Plan. Wir starten derzeit die Auslieferung der Powerwalls und Powerpacks weltweit und bauen unsere Vertriebsaktivitäten sowie –Teams rund um den Globus aus“, sagte Straubel weiter. Es sei allerdings noch zu früh, genau vorherzusehen, wie sich das Wachstum genau gestalten werde. Tesla-Finanzvorstand Jason Wheeler erklärte auf der Pressekonferenz, dass Tesla in seiner Gigawattfabrik plane 35 Gigawattstunden Batteriezellen und 50 Gigawatt an Batteriepacks zu produzieren. 15 Gigawattstunden davon sollen an Tesla Energy gehen, der Rest der Batterien sei für die Elektrofahrzeuge bestimmt. (Sandra Enkhardt)