Neuer Rekord: Photovoltaik-Anlagen erzeugen bis Ende September mehr Solarstrom als im Vorjahr

Der Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist eher mager. Die Sonne die sorgte in diesem Jahr aber dafür, dass es trotzdem eine neue Rekordeinspeisung von Solarstrom in Deutschland geben wird. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erzeugten die Photovoltaik-Anlagen bis Ende September 33.193 Gigawatt Stunden Solarstrom. Dies sei bereits ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem gesamten Jahr 2014. Im dritten Quartal sind nach BDEW-Schätzungen in jedem Monat die Vorjahreswerte zweistellig übertroffen worden.

Noch deutlicher als die Photovoltaik hat die Windkraft zulegen können. Allein im September übertraf sie das Vorjahresergebnis um 126 Prozent. Insgesamt liegt das Ergebnis dem BDEW zufolge mit 59.006 Gigawattstunden bis Ende September bereits 52 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien in den ersten neun Monaten 114.723 Gigawattstunden zur Brutto-Stromerzeugung in Deutschland beigetragen, wie aus den Zahlen hervorgeht. Dies liege 19,5 Prozent über dem Wert von 2014 und sei fast doppelt so viel, wie die Kernenergie erzeugte.

Die Strompreise am Terminmarkt sind dabei weiter rückläufig. Baseload-Strom für das Folgejahr notierte im September dem BDEW zufolge seit mehr als zehn Jahren erstmals wieder unter 30 Euro pro Megawattstunde im Monatsmittel. Auch Peakload-Strom liege derzeit fast auf dem Preisniveau von 2002. Vor allem die hohe Einspeisung von Photovoltaik und Windkraft habe die Preise unter Vorjahresniveau sinken lassen. (Sandra Enkhardt)