Antalya-Stadion mit 1,4 Megawatt Photovoltaik ausgestattet

Das Antalya-Stadion hat eine neue Photovoltaik-Anlage bekommen. Die Leistung der Dachanlage liegt bei 1,4 Megawatt und hat rund 1,3 Millionen Euro gekostet, wie der japanische Wechselrichter-Hersteller Omron nun mitteilte. Die Investition komme von der türkischen Regierungsbehörde für Wohnungsbau, TOKI, und dem Sportministerium. Der Solarstrom werde ins Netz eingespeist. Die Amortisationszeit der Photovoltaik-Anlage werde voraussichtlich bei sechs Jahren liegen. Die Gesamtinvestition in das neue Stadion beziffert Omron mit rund 26 Millionen Euro, wovon etwa fünf Prozent in den Bau der Photovoltaik-Dachanlage geflossen sind.

Die Dachanlage sei von dem türkischen Projektierer SEISO umgesetzt worden. Dieser arbeite derzeit auch an verschiedenen Sportstätten in Katar, wo zur Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaften 2022 ähnliche Projekte umgesetzt würden. Die Photovoltaik-Dachanlage des Antalya-Stadion bestehe aus 5.600 monokristallinen JA Solar-Modulen und 124 Stringwechselrichtern von Omron. Sie werde jährlich voraussichtlich etwa 2,15 Gigawattstunden Solarstrom produzieren. Dieser werde ins Netz eingespeist und mit einem Einspeisetarif über zehn Jahre vergütet. Dabei sei die Anlage in zwei 700-Kilowatt-Systeme aufgeteilt worden, die somit nicht der Lizenzierungspflicht durch die türkischen Behörden unterliegen.

Der türkische Photovoltaik-Markt kommt langsam in Schwung. Die ersten Lizenzen für Solarparks mit mehr als einem Megawatt Leistung sind mittlerweile vergeben und Projekte befinden sich in der Realisierung. Im unlizenzierten Segment unter einem Megawatt gibt es bereits eine sehr große Nachfrage. Zuletzt hatte etwa Solarworld über die Realisierung von mehreren Photovoltaik-Projekten in der Türkei berichtet. Dabei handelte sich um verschiedene Photovoltaik-Dachanlagen mit weniger als einem Megawatt Leistung. Zudem hat Solarworld nach eigenen Angaben in der Türkei Aufträge für Photovoltaik-Projekte mit mehr als 15 Megawatt Gesamtleistung für die kommenden Monate. (Sandra Enkhardt)