E3/DC macht seine Photovoltaik-Hausspeicher smart

Die E3/DC GmbH hat mit dem Rollout der Energieinternet-Funktionen ihrer Hausspeicher begonnen. Das kostenlose Software-Update werde per Fernwartung auf die Stromspeichersysteme aufgespielt, teilte der Hersteller am Donnerstag mit. Bis zum Jahresende sollen etwa 3000 Besitzer von E3/DC-Hausspeichern davon profitieren. Mit dem Update werde der die Wirkungsgrad der Speicher mit Trilink-Technologie optimiert und die Systeme könnten sogar zur Smart Home-Zentrale werden. Zu den Neuerungen zählten etwa die „Prognosebasierte Speicherladung“ (Smart Charge) oder der „Wirkungsgradoptimierte Betrieb“ (Smart Power). Im Energieinternet kommunizieren die Hauskraftwerke über das bidirektionale Protokoll RSCP miteinander. Es erlaubt, sämtliche Systemkomponenten in Echtzeit fernzusteuern, wie es weiter hieß.

Nach einem erfolgreichen Rollout seien alle Stromspeichersysteme von E3/DC vernetzt. Die ließen sich dann von den Energieversorgern fernsteuern. Betreiber könnten sie dann aber auch an ein anderes virtuelles Kraftwerk anbinden. Das Energiemanagementsystem stelle ausreichend Leistung zu Verfügung, um die Applikationen jederzeit abzurufen. Zusätzliche Hardware ist E3/DC zufolge für den Betrieb nicht notwendig.

Zu den neuen Funktionen erklärt der Hersteller, dass mit der „Prognosebasierten Speicherladung“ die Einbeziehung von standortbezogenen Wetterprognosen in die Batterie-Ladung erlaubt werde. Mit der Funktion „Sperrzeiten“ könne Batterieladung und Batterieentladung zeitgesteuert verhindert werden. Geräte, die stets zur selben Zeit Stromverbrauch verursachen, können dadurch gezielter mit Batteriestrom betrieben werden. Zudem könnte auch „Ladepriorisierung“ vorgegeben oder die „Manuelle Speicherladung“ mit Netzstrom von unterwegs gesteuert werden. Diese Funktion wwolle E3/DC zukünftig nutzen, um am Regelenergiemarkt teilzunehmen.

Zu „Smart Power“ erklärt der Hersteller, dass etwa die Funktion „Inselbetrieb des Hauses“ dazu dien, den Notstrom-Modus des Hauskraftwerks zu testen. Für die Testdauer von zwei Minuten werde das Haus vom öffentlichen Stromnetz getrennt und wieder zugeschaltet. Die „Powersave“-Funktion schalte den Wechselrichter des Speichersystems bei Nichtbenutzung in den Standby-Modus, etwa wenn der Speicher in der Nacht leer ist. Hiermit könnten die Betreiber bis zu 100 Kilowattstunden pro Jahr einsparen. Mit „Wirkungsgradoptimierter Betrieb“ schließlich könne die maximale Lade- und Entladeleistung auf das Haushaltsprofil angepasst und optimiert werden. (Sandra Enkhardt)