Yingli erhält bislang größten Lieferauftrag in China

Yingli Green Energy Holding Company Ltd. und die CFC Group Construction Ltd. haben einen Vertrag über die Lieferung von Solarmodulen im Gesamtumfang von 170 Megawatt geschlossen. Die Module seien für ein Photovoltaik-Kraftwerk in der chinesischen Provinz Hebei bestimmt. Es sei YInglis bislang größter Lieferauftrag in China, teilte das Unternehmen weiter mit. Die mehr als 650.000 multikristallinen Solarmodule werde Yingli im dritten und vierten Quartal ausliefern. Nach Fertigstellung soll das Photovoltaik-Kraftwerk mit den Yingli-Solarmodulen jährlich rund 200.000 Megawattstunden Solarstrom produzieren.

Der Solarpark entsteht in der Stadt Zhangjiakou. Dieser Standort sei ideal für Photovoltaik-Kraftwerke, da es eine hohe Sonneneinstrahlung, viel Industrie und eine hohe Stromnachfrage gebe. Daher sei die Stadt auch von staatlicher Stelle als erste Pilotzone für erneuerbare Energien des Landes ausgewählt worden. Zhangjiakou wird gemeinsam mit Peking die Olympischen Winterspiele 2022 ausrichten.

Yingli war einige Zeit der führende chinesische Photovoltaik-Hersteller. Das Unternehmen steckt aber seit einigen Monaten in der Krise. Zuletzt musste Yingli seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr senken. Zudem droht dem Unternehmen das Delisting an der New Yorker Börse und Mitte Mai verkündete Yingli, kurzfristige Schulden und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar zu haben. Danach kamen bereits Insolvenzgerüchte auf, die der Hersteller aber stets zurückwies. (Sandra Enkhardt)