Trina Solar bestätigt Pläne für Zwei-Gigawatt-Fabrik in Indien

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Der Trend zu großen Erweiterungen der Zell- und Modulfertigungskapazitäten geht weiter. Die neueste Ankündigung kommt dazu von dem chinesischen Photovoltaik-Hersteller Trina Solar, der nun pv magazine bestätigte, dass er die Entwicklung seiner geplanten Gigawattfertigung in Indien mit einem Joint Venture vorantreiben will. Trina Solar bestätigte, dass es beabsichtige die neue Fabrik mit einem lokalen Partner in Indien aufbauen zu wollen. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller erklärte weiterhin, dass die Größe von zwei Gigawatt „nur ein erster Plan“ sei und die Kapazität in verschiedenen Ausbauphasen aufgebaut werden solle. „Wir sind noch immer dabei die finale Kapazität sowie Zeitplan und Eigentümerverhältnisse zu evaluieren“, hieß es in der Erklärung von Trina Solar. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller sei derzeit noch nicht bereit, weitere Informationen zu veröffentlichen. Zunächst müsse der finale Vertrag mit dem noch ungenannten lokalen Partner vor Ort verhandelt und unterzeichnet werden.

Die Motivation hinter der neuen Fabrik von Trina Solar in Indien scheint relativ klar. Der dortige Photovoltaik-Markt zeigt derzeit starke Wachstumssignale und Ministerpräsident Narendra Modi wünscht sich, dass die Hersteller vor Ort davon profitieren. So ist die Wahl des Standorts für Trina Solar wohl eine passende Strategie. Zudem machten die Handelsbeschränkungen für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China in Europa und den USA eine Fertigung in Indien attraktiv.

In einer am Dienstag veröffentlichten Investment-Meldung weist auch Forbes daraufhin, dass es attraktiv ist, den indischen Photovoltaik-Markt zu beliefern. So werde ein Marktwachstum von einem Gigawatt im vergangenen Jahr auf 2,7 Gigawatt in diesem Jahr erwartet. Überdies ist es das erklärte Ziel der Regierung Modi bis 2022 in Indien 100 Gigawatt Photovoltaik-Leistung zu installieren, was wiederum ein langfristiges, stabiles Marktwachstum verspreche.

Forbes berichtet auch über die Vorzüge von Indien als Produktionsstandort. So nennt Forbes politische Anreize, niedrige Arbeitskosten und die Nähe zu China als größte Vorzüge. „Die Arbeitskosten pro Stunde für Arbeiter in Indien liegen der Boston Consulting Group zufolge bei durchschnittlich bei 0,92 US-Dollar, verglichen mit 3,52 US-Dollar in China. Demnach gibt es aber auch Herausforderungen. Chinas historische Kostenführerschaft in der Photovoltaik-Produktion wurde teilweise durch die Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette und das dynamische Fertigungsumfeld geschaffen. Jedoch steckt die Photovoltaik-Herstellung in Indien noch in den Kinderschuhen (die Modulfertigungskapazitäten liegen bei weniger als drei Gigawatt vs. 40 Gigawatt in China.“ Forbes geht davon aus, dass Trina Solar für seine neue Fertigung in Indien voraussichtlich etwa 500 Millionen US-Dollar investieren muss.

Erst kürzlich hatte der chinesische Photovoltaik-Hersteller den Bau einer neuen Fabrik in Thailand angekündigt. Für 160 Millionen US-Dollar will Trina Solar ein Werk mit 700 Megawatt Zell- und 500 Megawatt Modulkapazität ausbauen. (Jonathan Gifford/übersetzt von Sandra Enkhardt)

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