Tilgungsfrist für gestundete Insolvenzverbindlichkeiten von Centrotherm verlängert

Die Sol Futura Verwaltungsgesellschaft mbH, die 80 Prozent der Aktien der centrotherm photovoltaics AG (CT AG) hält, bekommt zwei Jahre mehr Zeit, um die von ihr gehaltenen Aktien zu verwerten. Der Gläubigerausschuss der CT AG habe zugestimmt, die ursprünglich bis zum 31. Dezember laufende Frist bis Ende 2017 zu verlängern, teilte der Photovoltaik-Anlagenbauer aus Blaubeuren mit. Damit werde sich auch die Stundung der bislang bis zum 31. Dezember 2015 gestundeten Insolvenzforderungen der nicht nachrangigen Gläubiger der CT AG sowie einer ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften nach Maßgabe des jeweiligen Insolvenzplans grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2017 verlängern, wie es weiter hieß.

Die Solar Futura habe zugleich aber mittgeteilt, dass sie eine Veräußerung ihres Anteilbesitzes an der CT AG noch innerhalb dieses Jahres für möglich halte, hieß es weiter. Sobald die gehaltenen Aktien an der CT AG vollständig verwertet würden, ende die Verlängerung des Verwertungszeitraums und damit auch die Stundung der Insolvenzforderungen abweichend von der vorstehend beschriebenen Regelung einen Monat nach Vollzug der Vereinbarungen über die Verwertung sowie Veräußerung des Verwaltungsvermögens.

Im Sommer 2013 konnte Centrotherm seinen Insolvenzplan erfolgreich abschließen. Die im Juli 2013 im Zuge der Kapitalerhöhung herausgegebenen knapp 17 Millionen neuen Aktien zu je einem Euro waren alle von der Sol Futura Verwaltungsgesellschaft gezeichnet und übernommen worden. Diese sei verpflichtet, die Aktien bis spätestens Ende 2017 bestmöglich zu verwerten und die Insolvenzgläubiger aus den Erlösen zu befriedigen. Mit der Zeichnung der Aktien ergebe sich auch eine neue Aktionärsstruktur bei Centrotherm. Nun halte die Sol Futura Verwaltungsgesellschaft 80 Prozent der Anteile. Weitere zehn Prozent lägen bei dem bisherigen Mehrheitsgesellschafter TCH GmbH. Die restlichen Anteile an dem Photovoltaik-Anlagenbauer befänden sich im Streubesitz, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)