Inseln können mit Photovoltaik und Windkraft enorm Kosten sparen

Das Thema ist nicht neu, steht aber noch am Anfang seiner Entwicklung: Die Energieversorgung von Inseln auf erneuerbare Energien umzustellen. Die in der Regel zum Einsatz kommenden Dieselgeneratoren versuchen vor allem hohe Transportkosten für den Treibstoff. Mit Photovoltaik und Windkraft könnten Inseln bis zu 75 Prozent bei den Kosten einsparen, zudem Luftverschmutzung und Lärm deutlich reduzieren, erklärt Thomas Hillig zum Start seiner neuen Plattform „Erneuerbare Energien auf Inseln“. Bislang hätten sich Hybrid-Kraftwerke als beste Geschäftsmodelle für Inseln herauskristallisiert. Dabei werden Photovoltaik- oder Windkraftanlagen mit bestehenden und neuen Dieselgeneratoren kombiniert.

Es gebe bereits eine große Anzahl von Pilotprojekten, wie etwa auf der ehemaligen US-Gefängnisinsel Alcatraz oder Richard Bransons Privatinsel Necker Island. „Im Vergleich zu dem Gesamtpotenzial handelt es sich bei den Pilotanlagen allerdings nur um die Spitze des Eisberges“, so die Einschätzung von Hillig, Gründer von THEnergy. Die Vorzüge von Hybridanlagen mit Photovoltaik und Windkraft würden noch nicht vollständig kommuniziert, daher nun die neue Plattform. “Das Ziel von THEnergy ist es, die Verbreitung von erneuerbaren Energien auf Inseln zu beschleunigen, indem die fehlenden Informationen bereitgestellt werden“, sagte er.

Zentraler Bestandteil der neuen Plattform sei eine Datenbank mit bereits existierenden Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf Inseln. „Erfolgreiche Beispiele der gleichen Anwendung beschleunigen vielmals die Verbreitung neuer Technologien”, so Hillig weiter. Die Informationen seien an Inselkommunen, Tourismusorganisationen sowie Akteure aus der Erneuerbaren-Energien-Branche gedacht, die sich so über das Thema informieren könnten. Hinzu kämen Hintergrundinformationen sowie technische Übersichten und Geschäftsmodelle, die bereitgestellt würden. (Sandra Enkhardt)