Hanergy: Modulverkauf per Einzelhandel

In der Vergangenheit hatte Hanergy vor allem mit den Übernahmen von Konkurrenten wie Solibro, Miasole, Alta Devices und Global Solar Energy für Gesprächsstoff gesorgt. Nun kündigte der chinesische Hersteller von Dünnschichtmodulen an, in China insgesamt 60 Einzelhandelsgeschäfte und „Anwender-Erlebniscenter“ eröffnen zu wollen. Dies solle helfen, die Marke bekannter zu machen und Verkäufe bei Endkunden zu steigern, teilte Hanergy mit. Ebenfalls am Wochenende startete das chinesische Photovoltaik-Unternehmen auch seinen Onlinehandel unter hanergyshop.com sowie über die Website Alibaba. Die Shops sollen Hanergy künftig einen größeren Umsatz besonders im Bereich privater Photovoltaik-Dachanlagen bringen. Allein in diesem Jahr sollen insgesamt bis zu 300 Center entstehen; bis 2017 soll sich ihre Zahl auf weltweit 1500 Geschäfte erhöhen.

Die ersten 60 Läden von Hanergy sollen in 21 Provinzen und Großstädten entstehen. In den Erlebniscentern sollen zudem gebäudeintegrierte Photovoltaik-Produkte angeboten werden ebenso wie Produkte für gewerbliche und private Dachanlagen. Die neue Photovoltaik-Anlagen für private Kunden will Hanergy in vier Modellen anbieten – mit Leistungen von 1,5; 2; 3 und 5 Kilowatt.

Ganz neu ist dieser Vertriebsweg für Hanergy nicht. In Großbritannien arbeitet das chinesische Photovoltaik-Unternehmen bereits mit dem Möbelkonzern IKEA zusammen. Dieser bietet seit 2013 seinen Kunden Dünnschichtmodule von Hanergy an. Die Partnerschaft ist im vergangenen Jahr auf weitere europäische Länder ausgeweitet worden.

Hanergy ist von dem Milliardär Li gegründet worden, der sein Geld mit Wasserkraft verdient hat. Li führt nach Forbes-Angaben aktuell die Liste der reichsten Männer auf dem chinesischen Festland an. Sein Vermögen schätzt Forbes auf 30 Milliarden US-Dollar. (Sandra Enkhardt)