Solarworld produziert bald Ingots in Arnstadt und Silizium in Katar

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Solarworld will einen weiteren Teil der Produktion in dem ehemaligen Bosch-Werk in Arnstadt wieder beleben. Derzeit laufe der Testbetrieb für die Ingot-Fertigung, bestätigte der Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). Im zweiten Quartal 2015 könne die Produktion dann starten. Die Kapazität für die Ingotsproduktion liege bei jährlich 500 Megawatt. Bislang kaufe Solarworld dieses Vorprodukt für seine Solarmodule auf dem Weltmarkt ein, hieß es weiter.

Aber nicht nur am deutschen Produktionsstandort von Solarworld tut sich etwa. Auch aus Katar vermeldet der Photovoltaik-Hersteller frohe Kunde. „Die Produktion des Siliziumwerks in Katar startet spätestens im ersten Quartal des kommenden Jahres“, sagte Asbeck dem „Handelsblatt“. Die Produktion solle schrittweise auf eine Jahreskapazität von 8000 Tonnen hochgefahren werden. Zudem gebe es Planungen für ein Modulwerk in Katar. „Noch im nächsten Jahr will Qatar Solar Technologies mit dem Bau beginnen“, so Asbeck weiter. Bis 2016 sei geplant, ein Werk für Hochleistungsmodule mit einer Jahreskapazität von etwa 250 Megawatt für den arabischen Markt zu errichten. Qatar Solar Technologies investierte im Zuge des Kapital- und Schuldenschnitts 2013 etwa 35 Millionen Euro in den Bonner Solarkonzern und erhielt im Gegenzug knapp 30 Prozent der Anteile.

Solarworld hatte im März die Werke von Bosch Solar im thüringischen Arnstadt gekauft. Mit der Übernahme erhielt der Photovoltaik-Hersteller zugleich 800 Arbeitsplätze in der Modul- und Zellfertigung. Nach Abschluss der Übernahme fuhr Solarworld die Produktion wieder hoch. Ende Oktober kündigte der Photovoltaik-Hersteller zudem den Ausbau seines Produktionsstandorts in den USA an. (Sandra Enkhardt)

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