Trina Solar auf Wachstumskurs

Die Trina Solar Limited hat im dritten Quartal Solarmodule im Gesamtvolumen von 1063,8 Megawatt absetzen können. Dies entspreche einer Steigerung um 12,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal, teilte der chinesische Hersteller bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen mit. Der Umsatz sei in diesem Zeitraum um 18,8 Prozent auf 616,8 Millionen US-Dollar gestiegen. Der Bruttogewinn sogar um 28,1 Prozent auf 102,8 Millionen US-Dollar angewachsen. Der Betriebsertrag von Trina Solar sei auf 35,6 Millionen US-Dollar gestiegen, ein Zuwachs von 127,1 Prozent gegenüber dem 2. Quartal 2014. Die Nettoeinnahmen bezifferte das chinesische Photovoltaik-Unternehmen mit 10,6 Millionen US-Dollar, was nur eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorquartal darstellt.

Der Vorstandschef von Trina Solar, Jifan Gao, zeigte sich sowohl zufrieden mit den Ergebnissen im Modulbereich als auch im Projektgeschäft. Trotz den Wechselkursschwankungen und der schwächeren Nachfrage aus Europa habe Trina Solar seine gesteckten Ziele im dritten Quartal erreicht. Für das kommende Jahr würden noch mehr Synergien zwischen den Geschäftsbereichen erwartet. Dennoch freute sich Gao über die wachsende Profitabilität seines Unternehmens. Trina Solar mache auch Fortschritt beim Eintritt in neue Märkte. So sei rund 15 Prozent der Module in aufstrebende Photovoltaik-Märkte weltweit geliefert worden. Zudem profitiere der Hersteller weiterhin von der starken Nachfrage aus Japan und China. Im dritten Quartal habe Trina Solar zudem sein Projektgeschäft weiter vorantreiben können.

Bis zum Jahresende will der Hersteller seine Fertigungskapazitäten noch weiter ausbauen. Die Modulkapazitäten sollen dann bei etwa 3,8 Gigawatt pro Jahr liegen. Die Kapazitäten für Wafer, Ingots und Solarzellen sollen auf 1,7; 2,2 und 3,0 Gigawatt gesteigert werden, wie es weiter hieß. Im vierten Quartal rechne Trina Solar mit einem Modulabsatz zwischen 1045 und 1095 Megawatt, wobei 40 bis 60 Megawatt an eigene Projekte geliefert werden sollen. Für das Gesamtjahr nahm der Vorstand die Erwartungen leicht zurück. So werde nun 2014 noch von einem Modulabsatz zwischen 3,61 und 3,66 Gigawatt ausgegangen, wobei 340 bis 360 Megawatt in eigene Photovoltaik-Projekte fließen werden. Ursprünglich lagen die Erwartungen bei 3,6 bis 3,8 Gigawatt Modulabsatz und 400 bis 500 Megawatt an eigenen Projekten. Die Rücknahme im Downstream-Bereich sei vor allem dem Baustopp für einen geplanten Solarparks in der Inneren Mongolei mit 130 Megawatt geschuldet, hieß es weiter. Dieser sei erfolgt, nachdem Analysen eine unzureichende Projektrendite ergeben hätten. Trina Solar gehe davon aus, dass Änderungen in der chinesischen Förderpolitik einen gewissen Einfluss auf die Projektpipeline des Unternehmens haben werden. Dennoch glaube das Unternehmen, von dem starken Wachstum des chinesischen Photovoltaik-Marktes auch künftig profitieren zu können. (Sandra Enkhardt)