Phoenix Solar stellt Geschäft mit privaten Photovoltaik-Dachanlagen in Deutschland ein

Die gute Meldung schickte die Phoenix Solar AG vorweg. Die Banken haben die Finanzierung für das Photovoltaik-Systemhaus aus Sulzemoos bis Ende September 2016 verlängert. Der mit dem finanzierenden Bankenkonsortium geschlossene Vertrag habe ein Volumen von 116 Millionen Euro, wovon knapp 93 Millionen Euro auf einen Konsortialkredit entfielen. „Der Finanzierung liegt eine revidierte Unternehmensplanung zugrunde, die auch für das laufende Geschäftsjahr geringere Umsatzerlöse und Ergebnisse einschließt als bislang erwartet“, schickte Phoenix Solar dann die wenig erfreulichere Nachricht hinterher. Der Umsatz werde nun in einem Bereich von 45 bis 55 Millionen Euro erwartet bei einem EBIT-Verlust von drei bis vier Millionen Euro. Dies stellte eine deutliche Reduktion der Ergebnisprognose für das laufende Jahr dar. Zuletzt war Phoenix Solar noch von einem Umsatz zwischen 70 und 100 Millionen Euro sowie einem EBIT-Ergebnis von bis zu drei Millionen Euro im Plus aus.

In der angepassten Prognose sei bereits der positive Sondereffekt aus dem vollzogenen Verkauf des europäischen O&M-Geschäfts an die SMA Solar Technology AG enthalten sowie Aufwendungen für weitere Restrukturierungen. So habe sich Phoenix Solar entschlossen, sein Geschäftsmodell im Bereich privater Photovoltaik-Dachanlagen in Deutschland zu beenden. Diese Aktivitäten würden „ersatzlos“ eingestellt, hieß es dazu. Die Maßnahme sei bereits umgesetzt. Die Restrukturierung und Neuausrichtung erklärte Phoenix Solar für abgeschlossen. Nach der erfolgten Verlängerung der Finanzierung habe der Vorstandsvorsitzende Bernd Köhler erklärt, er werde seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Für das kommende Jahr verbreitet Phoenix Solar dennoch Optimismus. Es zeichne sich aufgrund der bisher vorliegenden Aufträge wieder „ein deutliches Umsatzwachstum und eine spürbare Ergebnisverbesserung“ ab. (Sandra Enkhardt)