China will Photovoltaik-Dachanlagen stärker fördern

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China will den Ausbau von Photovoltaik-Dachanlagen stärker voranbringen. Die Nationale Energiebehörde NEA hat nun lokalen Verwaltungen aufgefordert, Photovoltaik-Projekte ausfindig zu machen, bei denen der Solarstrom direkt oder in unmittelbarer Nähe der Erzeugung verbraucht werden könnte, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet. Für diese Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden oder abgelegenen Gegenden solle es eine zusätzliche Solarförderung geben.

Im vergangenen Jahr hatte China für Photovoltaik-Projekte mit weniger als 20 Megawatt Leistung eine Solarförderung von umgerechnet 5,3 Cent je Kilowattstunde beschlossen, so die NEA in einem Statement. Dies sollte helfen, den Markt für kleinere – in China als distributed bezeichnete – Photovoltaik-Projekte voranzubringen. Die Regierung in Peking hatte als Zubau-Ziel für diese Kategorie in diesem Jahr acht Gigawatt ausgegeben, diese Prognose aber wieder etwas zurückgenommen. Die Förderung zeigte sich aber als nicht ausreichend, um genügend Investitionen anzureizen. Nun hat die Regierung, Finanzinstitute angehalten, für kleinere Photovoltaik-Projekte günstige Kredite zu vergeben. Auch die lokalen Behören sollten die Projekte aktiv fördern, berichtet Bloomberg auf Basis des Statements der NEA.

In den vergangenen Wochen hatten mehrere große chinesische Photovoltaik-Hersteller bereits Investitionen in distributed Photovoltaik-Projekte angekündigt. Einige Analysten gehen aber davon aus, dass es schwierig sein wird, die acht Gigawatt Zubau in diesem Segment in diesem Jahr zu erreichen. Insgesamt sollten nach dem Willen der Regierung in China in diesem Jahr 14 Gigawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert werden. Die Analysten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) gehen auch weiterhin davon aus, dass dies erreicht werden könnte. Für Japan sagen sie einen Zubau von bis zu 11,9 Gigawatt in diesem Jahr voraus. (Sandra Enkhardt)

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