Sunways-Produktion in Arnstadt ruht

Die Sunways AG verkündete in der vergangenen Woche, dass sie Teilbereiche Wechselrichter und gebäudeintegrierte Photovoltaik an eine indirekte Tochter des chinesischen Photovoltaik-Konzerns Shunfeng Photovoltaic International Ltd. verkaufen wird. Nur wenige Stunden später folgte die Mitteilung, dass die Arbeitsverhältnisse aller Mitarbeiter die nicht in dieser Sparte tätig seien, zu Ende April unter Berücksichtigung der individuell geltenden Fristen gekündigt worden. Den Kündigungen liege ein Sozialplan mit Interessenausgleich zugrunde, dem der Betriebsrat der Sunways zugestimmt habe. Davon betroffen seien 50 Prozent der zuvor am Standort Konstanz beschäftigten Mitarbeiter, teilte der Photovoltaik-Hersteller weiter mit, ohne aber eine konkrete Zahl zu nennen.

Das Amtsgericht Konstanz eröffnete in der vergangenen Woche nicht nur das Insolvenzverfahren über die Sunways AG, sondern auch über das Vermögen der Sunways Production GmbH in Arnstadt. Das Gericht habe festgestellt, dass auch bei der Produktionstochter in Thüringen Insolvenzgründe vorlägen. Zum Insolvenzverwalter sei der bisherige vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Thorsten Schleich von der Kanzlei Schleich & Kollegen bestellt worden. Der Geschäftsbetrieb in Arnstadt ruhe derzeit. Schleich führe derzeit weiter Gespräche mit potenziellen Investoren, die einen Teil der Gessellschaft oder diese als Ganzes übernehmen könnten, hieß es weiter. Die Gläubiger seien nun aufgefordert, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 13. Juni 2014 schriftlich anzumelden. Die erste Gläubigerversammlung werde am 9. Juli 2014 stattfinden, teilte Sunways weiter mit. Es sei vom Amtsgericht zudem ein vorläufiger Gläubigerausschuss eingesetzt worden. (Sandra Enkhardt)