Solarworld will schon 2014 wieder Nettogewinn erzielen

Teilen

Die Solarworld AG hat turbulente Monate hinter sich. Nach der abgeschlossenen finanziellen Restrukturierung mithilfe eines Kapital- und Schuldenschnitts sowie der Übernahme des Bosch-Solar-Werks in Arnstadt rechnet Finanzvorstand Philipp Koecke damit, dass Photovoltaik-Unternehmen in diesem Jahr „wieder ein deutlich positives Nettoergebnis“ erzielen wird. Dies sagte er in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“. Dieses werde wegen positiver Sondereffekte aus der Restrukturierung und der Übernahme von Bosch Solar erwartet. Koecke bestätigte in dem Interview, dass Bosch eine „Mitgift“ für die Übernahme gezahlt habe. „Wir glauben, dass wir die Teile, die wir übernommen haben, sehr schnell in die Profitabilität bringen und in die Solarworld integrieren können“, sagte er.

Derzeit läuft bei Solarworld auch noch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm. Die mehr als 200 Einzelmaßnahmen sollen in den kommenden zwei Jahren Koecke zufolge Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich bringen. Derzeit liege Solarworld bei der Umsetzung über Plan, sagte er im Interview mit der „Börsen-Zeitung“. Für das laufende Jahr strebe das Photovoltaik-Unternehmen eine Steigerung des Umsatzes auf mehr als 680 Millionen Euro an. Er solle in den Folgejahren weiter kontinuierlich steigen. 2016 hofft Solarworld darauf, die Umsatzmilliarde zu erreichen. Dabei helfen solle auch der Ausbau des internationalen Vertriebs. Das Ebit-Ergebnis werde in diesem Jahr voraussichtlich nochmals negativ sein. Der Verlust schätzt Koecke auf 20 bis 35 Millionen Euro; im Vorjahr lag er bei mehr als 430 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte auch sein, dass der Preisdruck in der Solarbranche deutlich schwächer sei. „In der Branche hat sich weltweit bereits eine gewisse Preisstabilität eingefunden", sagte Koecke weiter. Den Aktionären von Solarworld machte er aber wenig Hoffnung auf baldige Dividendenausschüttung. Diese werde erst wieder erfolgen, wenn die Kredite refinanziert seien. Dies ist nach Koeckes Aussage für das Jahr 2019 vorgesehen. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.