Solarstrom aus Texas für weniger als 4 Eurocent

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Ende März soll der Rat der Stadt Austin, Texas, über einen 25-Jahres-Vertrag zwischen dem Energieversorger Austin Energy und dem Photovoltaikunternehmen Sunedison abstimmen. Kommt der Vertrag zustande, kann Austin Energy nach eigenen Angaben Solarstrom für einen Preis zwischen 3,2 und 3,9 Eurocent pro Kilowattstunde von Sunedison einkaufen. Dies würde Zahlungen des Energieversorgers von bis zu 15 Millionen Euro (21 Millionen US-Dollar) pro Jahr an den Solarparkbetreiber bedeuten. Über einen Zeitraum von 25 Jahren würde sich dies zu einer Summe von rund 377 Millionen Euro (525 Millionen US-Dollar) aufsummieren.

Laut der Zeitung „Austin American-Statesman“ sorgen unter anderem Steuererleichterungen dafür, dass der Preis für den Solarstrom von 0,08 US-Dollar auf unter 0,05 US-Dollar pro Kilowattstunde gedrückt werden könne, ein historisch niedriger Preis für Solarstrom. Larry Weis, General Manager von Austin Energy, erklärte der Zeitung, dass auch die hohe Abnahmemenge an Solarstrom und die hohe Kreditwürdigkeit des Energieversorgers dabei helfen, den günstigen Abnahmepreis für den Solarstrom zu ermöglichen. In naher Zukunft könnten die Preise für Solarstrom nach Einschätzung von Larry Weis nicht sehr viel weiter fallen, unter anderem weil die staatliche Unterstützung im Jahr 2016 reduziert werden soll.

Austin American-Statesman zudem merkt an, dass der Preis für den Solarstrom fast identisch mit dem für Erdgas sei. Berücksichtige man die Kosten für den Bau eines Gaskraftwerks, würde der Erdgas-Strompreis sogar unterboten.

Der in dem Vertrag gehandelte Solarstrom soll aus Photovoltaikanlagen von Sunedison mit einer Gesamtleistung von 150 Megawatt Leistung stammen. Bis 2016 sollen die Anlagen fertiggestellt werden und ans Netz gehen. An sonnigen Tagen sollen so rechnerisch bis zu 14.000 Haushalte mit Solarstrom versorgt werden können. Der Energieversorger Austin Energy will den Solarstrom dazu nutzen, die steigende Stromnachfrage der Stadtbevölkerung am Nachmittag und in den frühen Abendstunden zu decken und dadurch die Belastung des Stromnetzes zu reduzieren. (Mirco Sieg)

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