Wegweisende Modelle

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Erfolg garantiert! Wirklich? Nein, das ist er natürlich nicht, gerade nicht in der jetzigen Marktsituation und angesichts der noch offenen politischen Diskussion. Doch wir wollten wissen, welche der Konzepte, die in letzter Zeit gehandelt wurden, wirklich Erfolg versprechen oder unter welchen Bedingungen sie das tun.

Dazu haben wir eine Vielzahl von Themen recherchiert und tangieren alle wesentlichen Branchentrends: Speicher (Seite 55), Photovoltaik auf Mietshäusern (Seite 58), Vertrieb durch Stadtwerke (Seite 46), reine Eigenverbrauchsanlagen (Seite 63), Wartung und Betriebsführung (Seite 50) und viele andere. Immer mit dem Fokus darauf, wie umsatzstark bestimmte Teilmärkte sind und wie Sie dort erfolgreich sein können. Unsere Ergebnisse haben wir einer Expertenrunde zur Diskussion gestellt. Sieben Entscheider, darunter Installateure, Großhändler, ein Projektierer und ein Modulhersteller, haben darüber befunden, was sinnvoll ist und was nicht (Seite 18).

Auch die Sieger unseres Wettbewerbs über innovative Geschäftsmodelle stehen fest. Die Gewinner des „pv magazine award: top business model“ sind Suntility (Seite 30), DZ-4 (Seite 32) und das Grünstromwerk (Seite 66). Unsere Juroren halten die Ansätze unter 27 Einreichungen für besonders erfolgversprechend. Ich schließe mich dem gerne an. Jedes der drei Unternehmen hat auf seine Art ein Modell gefunden, wie es zahlungswilligen Investoren oder Stromkunden ermöglicht, den Bau von Photovoltaikanlagen zu finanzieren. Ich wünsche allen dreien, dass das Erfolgversprechen in Erfüllung geht. Es würde der ganzen Branche und der Energiewende nutzen.

Mitten in die Planung der Ausgabe platzte die Nachricht von den Plänen des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel, die EEG-Umlage auf den Eigenbrauch bereits ab Anlagengrößen von zehn Kilowattpeak erheben zu wollen. Das ist eine deutlich niedrigere Bagatellgrenze, als zuvor gehandelt wurde. Sie macht es für viele Gewerbe und Industriebetriebe unwirtschaftlich, den für ihr Geschäft notwendigen Strom teilweise selbst zu erzeugen (Seite 63). Keiner der Experten, die wir im Vorfeld gesprochen haben, konnte dafür Verständnis aufbringen. Wir haben übrigens schon im September vorgerechnet, dass es bis 2017 nur 0,23 Cent pro Kilowattstunde Entlastung für den Strompreis bringen würde, würde der gesamte Eigenverbrauch mit der EEG-Umlage belastet. Um dieses Geld geht es Herr Gabriel also nicht.

Ihr Michael Fuhs

(Chefredakteur)

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