100 Millionen Euro Verlust bei Aleo Solar

Teilen

Bei der Aleo Solar AG ist nach neuesten internen Erkenntnissen zum 31. Dezember 2013 ein Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals eingetreten. Entsprechend veröffentlichte das Photovoltaik-Unternehmen nun eine Verlustanzeige. Das Liquidationsverlangen der Robert Bosch GmbH von Anfang Februar 2014 habe erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, teilte Aleo Solar weiter mit. Nach einer vorläufigen Einschätzung werde es im Jahresabschluss einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von -20 Millionen Euro geben. Wegen der geplanten Übernahme von Aleo Solar durch ein asiatisches Konsortium sei bereits eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dort werde sich der Vorstand auch zu Verlustanzeige äußern, hieß es weiter.

Der Photovoltaik-Hersteller aus Brandenburg geht zudem davon aus, dass er das abgelaufene Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem EBIT-Verlust von 100 Millionen Euro abgeschlossen habe. Aufgrund der Finanzierungszusage von Bosch bis Ende März sei Aleo Solar aber weder insolvenzrechtlich überschuldet noch drohe die Zahlungsunfähigkeit, hieß es weiter.

Anfang Februar verkündete Aleo Solar den Verkauf seines wesentlichen operativen Geschäfts einschließlich des Produktionsstandorts Prenzlau und der Marke Aleo an die Hamburger SCP Solar GmbH. Hinter dieser Erwerbsgesellschaft aus Hamburg steht ein Konsortium, zu dem Sunrise Global Solar Energy aus Taiwan, Choshu Industry aus Japan sowie Pan Asia Solar aus Hongkong gehören. Sie wollen weiter monokristalline Hochleistungsmodule der Marke Aleo produzieren und vertreiben. Dafür soll rund 200 der bislang etwa 730 Mitarbeitern ein neues Beschäftigungsverhältnis angeboten werden.

Zu den Vertragsdetails war bekannt geworden, dass die SCP Solar die Produktionsstätte in Prenzlau einschließlich Anlagevermögen, Vorräten, gewerblichen Schutzrechten und Anteilen an einem Tochterunternehmen für einen Euro erwirbt und zusätzlich von den drei Investoren mit Eigenkapital in Höhe von 13,5 Millionen Euro ausgestattet werden soll. Gleichzeitig zahlt Aleo Solar dem Hamburger Unternehmen eine Mitgift in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Robert Bosch GmbH, der 90 Prozent von Aleo Solar gehören, leistet an die AG zudem einen Transaktionsausgleich in Höhe von 31 Millionen Euro, wie es weiter hieß. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.