Donau-Ries auf dem Weg zur Energieautarkie

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Die bayerische Region Donau-Ries ist Vorreiter, wenn es um die Integration erneuerbarer Energien in Deutschland geht. Dort und in der angrenzenden Region Ostwürttemberg würden bereits an 120 Tagen im Jahr zeitweise mehr Strom durch Photovoltaik-, Windkraft- und Bioenergieanlagen erzeugt als verbraucht, heißt es beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Die Bürger und Unternehmen in diesem Versorgungsgebiet des Netzbetreibers Netzgesellschaft Ostwürttemberg GmbH (NGO) betrieben über 25.000 Photovoltaik-Anlagen mit rund 490 Megawatt installierter Leistung. Rund 97 Prozent der Anlagen seien ans Netz angeschlossen. Mit den Anlagen werde genug Solarstrom erzeugt, um mehr als 127.000 Haushalte mit Strom zu versorgen, heißt es weiter.

Die Betreiber von regionalen Verteilnetzen übernehmen eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Energiewende, wie es beim BSW-Solar weiter heißt. „Heute produzieren schon 15 Prozent der angeschlossenen Haushalte und Betriebe selbst Strom. Die Speichertechnologie ist ein wichtiger Baustein für mehr Flexibilität beim Netzmanagement“, sagt Franz Stölzle von der NGO. Der sogenannte „Spitzenspeicher Nr. 1“, ein Gemeinschaftsprojekt der EnBW ODR und dem Batteriehersteller Varta Storage speichere den Überschussstrom der Region zwischen und stelle ihn bei Bedarf wieder zur Verfügung. Der Ortsnetzspeicher habe eine Kapazität von 63 Kilowattstunden.

Der Bundesverband verweist darauf, dass aber auch private Photovoltaik-Anlagenbetreiber mit Speichern die Möglichkeit haben, ihre Autarkie zu steigern. Ohne Batteriespeicher könnten die Betreiber etwa ein Drittel ihres erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen. Mit einem Speichersystem sei eine Verdoppelung möglich, so die Einschätzung des Herstellers Varta. Gerade im Segment der kleinen Photovoltaik-Anlagen wird die Installation von Speichern derzeit auch über ein KfW-Programm gefördert. „Private Stromtarife sind inzwischen fast doppelt so hoch wie die Kosten selbst erzeugten Solarstroms vom Dach eines Eigenheims", erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar. Der Verband erkennt einen Trend zur solaren Selbstversorgung. Da die Solarstromspeicher seit Mai durch ein eigenes Förderprogramm des Bundes unterstützt werde, sei der Einbau der Solarstromspeicher für viele Bürger wirtschaftlich interessant, so Mayer weiter. Auch die Aufnahmefähigkeit lokaler Netze werde damit erhöht. (Sandra Enkhardt)

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