Reuters: Solarworld übernimmt Bosch-Solar-Werk in Arnstadt

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Die Solarworld AG könnte die Produktionsstätte von Bosch Solar im thüringischen Arnstadt nun wirklich übernehmen. Die Gespräche seien fast abgeschlossen und noch in dieser Woche könnte der Geschäftsabschluss bekanntgegeben werden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Zudem solle der Photovoltaik-Hersteller, der derzeit selbst in einer umfassenden Restrukturierung steckt, von Bosch noch eine „Art Mitgift“ bei einer Übernahme erhalten. Bosch hatte erst in der jüngsten Vergangenheit viel Geld in den Aufbau des Werks in Thüringen investiert. Allerdings hat sich der Stuttgarter Konzern entschieden, nach angehäuften Milliardenverlusten zum Jahresende aus dem Geschäft mit der kristallinen Photovoltaik auszusteigen.

Solarworld wollte sich zum „Reuters“-Bericht nicht äußern. Auch Bosch bestätigt nur, sich weiterhin in Gesprächen mit potenziellen Investoren zu befinden, ohne jedoch Details zu nennen. Solarworlds Vorstandschef Frank Asbeck hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, dass er Interesse an einer Übernahme des Bosch-Solar-Standorts in Thüringen habe. Allerdings kämpft das Unternehmen derzeit selbst mit einer erheblichen Schuldenlast. Im Sommer genehmigten die Gläubiger und Aktionäre von Solarworld einen Kapital- und Schuldenschnitt, der die Verbindlichkeiten von mehr als 900 Millionen Euro etwa halbieren soll. Dies steht aber noch aus. Allerdings ist es angesichts dieser Tatsache eher unwahrscheinlich, dass Solarworld Bosch Solar einen angemessenen Preis für das Thüringer Werk zahlen könnte. Bosch hat in der Vergangenheit aber auch immer wieder betont, dass es auch um den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze ginge. In dem Bosch-Solar-Werk sind mehr als 1000 Menschen beschäftigt. Bosch hat seine Investorensuche aber auch auf Geldgeber außerhalb der Solarindustrie ausgeweitet und sucht auch nach möglichen internen Lösungen. (Sandra Enkhardt)

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