Sachsen legt eigenes Förderprogramm für Speicher auf

Teilen

Sachsen hat jüngst das Förderprogramm „Innovative dezentrale Stromerzeugung und -speicherung“ aufgelegt. Mit insgesamt drei Millionen Euro sollen in diesem und dem kommenden Jahr Projekte zur Einführung innovativer Energietechniken im privaten, öffentlichen und gewerblichen Bereich gefördert werden. In diesem Rahmen ist auch die Förderung von dezentralen netzgekoppelten Speichern bei Photovoltaik-Anlagen möglich, wie aus dem Merkblatt hervorgeht. Zum anderen sind aber auch Modellvorhaben zum eigenwirtschaftlichen Betrieb von Photovoltaik-Anlagen möglich. Dabei darf der Solarstrom aber nicht EEG vergütet werden. Mit dem Programm können Investitionen in die Batteriespeicher sowie die dazugehörigen Wechselrichter gefördert werden. Auch würden Investitionen in Mess- und Steuereinrichtungen sowie anteilig in Ingenieurs- und Planungsleistungen bezuschusst. Bei Modellvorhaben werde auch die Photovoltaik-Anlage sowie deren Installation gefördert, allerdings nur bei einer gleichzeitigen Inbetriebnahme mit dem Stromspeicher und wenn sie „unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtkonzepts“ sei, heißt es weiter.

Je nach Art des Projekts unterscheiden sich auch Förderumfang und Höchstbetrag. Im Falle von dezentralen netzgekoppelten Stromspeichern gebe es eine Basisförderung von 50 Prozent der Ausgaben. Dazu seien noch verschiedene Innovationsboni möglich für „smart demand“ und „hoch auflösende Datenerfassung“. Die maximale Förderhöhe mit allen Zulagen betrage bei diesen Systemen 30.000 Euro. Bei Modellvorhaben könnten bis zu 75 Prozent der Ausgaben gefördert werden. Die Höchstumme betrage in diesem Fall maximal 50.000 Euro. Die Sächsische Aufbaubank erklärt allerdings: „eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen ist nicht zulässig“. Anträge sind bei der Sächsischen Aufbaubank einzureichen, die diese dann prüft und bewilligt. (Sandra Enkhardt)