ZSW erreicht 20,8 Prozent Wirkungsgrad bei CIGS-Dünnschicht

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Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat eine CIGS-Solarzelle mit einem Wirkungsgrad von 20,8 Prozent hergestellt. „Der Rekordwert für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie übertrifft erstmals auch die Effizienz der im Markt vorherrschenden multikristallinen Siliziumsolarzellen“, teilte das Stuttgarter Institut mit. Allerdings handelt es sich bei der Rekordzelle um eine 0,5 Quadratzentimeter große Versuchszelle. Sie sei in einer Laborbeschichtungsanlage mit einem Simultanverdampfungsverfahren hergestellt worden. Grundsätzlich sei dies auch auf industrielle Produktionsprozesse übertragbar. Das ZSW habe damit seinen eigenen bisherigen Rekordwert für Solarzellen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) von 20,3 Pozent übertroffen. Besonders stolz zeigten sich die Wissenschaftler aber auch, dass der Werrt über der Spitzenleistung von 20,4 Prozent für mulitkristalline Siliziumzellen liegt.

Nun werde das ZSW daran arbeiten, den optimierten CIGS-Prozess auf Module zu übertragen. Es sei davon auszugehen, dass es noch „ein wenig“ dauere, bis sich der höhere Wirkungsgrad auch in der Produktion niederschlage. Bereits in den kommenden Jahren seien aber Wirkungsgrade von 16 bis 18 Prozent bei kommerziellen CIGS-Dünnschichtmodulen möglich, die bislang noch bei 14 bis 15 Prozent lägen. "Unser neuer Bestwert zeigt das bislang noch nicht ausgeschöpfte technische und wirtschaftliche Potenzial der CIGS-Dünnschicht-Technologie", sagte Michael Powalla, ZSW-Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik. Im Vergleich zu Standardsolarzellen werde bei der Dünnschicht-Photovoltaik durch eine mikrometerdünne Beschichtung Material und Energie eingespart. Dies seien erhebliche Faktoren auf dem Weg zu noch kostengünstigerer und effizienterer Photovoltaik, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)

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