Solarförderung sinkt im Mai um 1,8 Prozent

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Im März sind Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 290,47 Megawatt neu bei der Bundesnetzagentur gemeldet worden. Dies veröffentlichte die Bonner Behörde am Dienstag. Damit wird der Solarförderung im Mai um weitere 1,8 Prozent sinken. Die Photovoltaik-Einspeisetarife liegen dann für große Dach- und Freiflächenanlagen ab einem Megawatt Leistung bei  10,82 Cent je Kilowattstunde. Für Solarstrom aus kleineren Dachsystemen erhalten Anlagenbetreiber dann zwischen 13,23 und 15,63 Cent je Kilowattstunde. Auch zum 1. Juni und zum 1. Juli werden die Photovoltaik-Einspeisetarife um jeweils 1,8 Prozent sinken. Sie fallen damit auf 10,44 bis 15,07 Cent je Kilowattstunde je nach Anlagentyp und –größe.  Ende Juli wird die Bundesnetzagentur dann die monatlichen Degressionsschritte für die drei Folgemonate veröffentlichen.

Aus der veröffentlichten Statistik der Bundesnetzagentur geht hervor, dass in Deutschland momentan keine Solarparks mit mehr als zehn Megawatt Leistung mehr gebaut werden. Sie werden seit der letzten EEG-Novelle nicht mehr mit Einspeisetarifen gefördert. Die größte Photovoltaik-Anlage, die im März bei der Behörde gemeldet wurde, steht in Sachsen und hat eine Kapazität von 9,834 Megawatt. Nur 35 der insgesamt gemeldeten 11.509 Photovoltaik-Anlagen hatten mehr als ein Megawatt Leistung. Der von Belectric projektierte und kürzlich ans Netz gegangene 128-Megawatt-Solarpark bei Berlin taucht in den Zahlen der Agentur nicht auf. Er ist bereits im September 2012 technisch in Betrieb genommen worden.

Im ersten Quartal 2013 sind damit neue Photovoltaik-Anlagen mit 775 Megawatt Leistung in Deutschland ans Netz gegangen. Der für die Degression relevante Zubau zwischen Juli 2012 und März 2013 summiert sich nach den Erhebungen der Bundesnetzagentur auf 3981,965 Megawatt. Dieser wird auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Je nachdem wie stark der von der Bundesregierung festgelegte Zielkorridor von 2500 bis 3500 Megawatt Photovoltaik-Zubau dann überschritten wird, wird die Höhe der Degression festgelegt. Die Basisdegression liegt dabei bei monatlich einem Prozent.

Die Einschätzung des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, dazu lautet: "Der hohe Zubau an Photovoltaik-Anlagen hält an. Im März wurde ein Wert von 290 Megawatt erreicht. Die Vergütung des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen bemisst sich an einem gesetzlich vorgesehenen Zubaukorridor. Dieser wurde erneut überschritten, allerdings nicht mehr so deutlich wie bei den letzten Festsetzungen." Zwischen November 2012 und Januar 2013 sanken die Einspeisetarife um monatlich 2,5 Prozent und zwischen Februar und April um jeweils 2,2 Prozent. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte die Zubauzahlen für März von 290 Megawatt bereits während der Hannover-Messe verkündet. Mit der Veröffentlichung der Bundesnetzagentur sind sie nun offiziell. (Sandra Enkhardt)