Griechenland mit Rekordzubau im ersten Quartal

In Griechenland sind im März Photovoltaik-Freiflächenprojekte mit 247 Megawatt Leistung und Dachanlagen mit 12 Megawatt Leistung installiert worden, wie der Strommarktbetreiber LAGIE veröffentlichte. Hinzu kämen noch eine Photovoltaik-Installationen auf den griechischen Inseln, die nicht in das Hoheitsgebiet des LAGIE-Stromnetzes fielen. Dafür gebe es aber bislang keine offiziellen Zahlen. Die insgesamt im Land installierte Photovoltaik-Leistung stieg LAGIE zufolge auf 2,2 Gigawatt an.

Unterdessen hat das griechische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel (YPEKA) einen neuen Entwurf für ein Erneuerbaren-Energien-Gesetz vorgelegt. Darin sind auch spezielle Regeln für die Photovoltaik festgelegt. Die hohe Zahl der Neuinstallationen habe zugleich zu einem Anstieg des Defizits in dem Fördertopf für Erneuerbare von LAGIE geführt. Nach den letzten Veröffentlichungen belief sich das Defizit Ende Februar bereits auf mehr als 300 Millionen Euro.

Das Umweltministerium hat lange nach Wegen gesucht, das Defizit zu verkleinern. Vor diesem Hintergrund sei auch der neue Gesetzentwurf in die öffentlichen Beratungen eingebracht worden. Bereits Ende des Monats soll der Gesetzentwurf nach dem Willen des Ministeriums durch das Parlament verabschiedet sein. Sollte der Entwurf durchkommen, müssten Änderungen bei den Einspeisetarifen künftig nicht mehr durch das Parlament verabschiedet werden, sondern könnten von den zuständigen Ministern festgelegt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt in dem Gesetzentwurf ist die Änderung einer im November 2012 eingeführten rückwirkenden Abgabe für Photovoltaik-Anlagen. (Ilias Tsagas)

Übersetzt von Sandra Enkhardt.

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