Würth Solar steigt fast komplett aus Photovoltaik-Geschäft aus

Teilen

Würth Solar will weitgehend aus dem Photovoltaik-Geschäft aussteigen. Das Unternehmen will „wesentliche Teile seines Geschäfts an die BayWa sowie voraussichtlich einen zweiten Partner abgeben“, heißt es in einer Pressemeldung. Grundlage für den Verkauf sei ein umfassender interner Bewertungsprozess zu den Zukunftsperspektiven sowie Gespräche mit potenziellen Partnern gewesen. „Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wesentliche Rahmenbedingungen und Erfolgsvoraussetzungen im Photovoltaik-Markt weniger gut auf die Würth-Gruppe zutreffen als auf Unternehmen, die die erneuerbaren Energien als Kerngeschäft definiert haben“, sagt Karl-Heinz Groß, Geschäftsführer von Würth Solar. Rund 50 Mitarbeiter von Würth Solar werden im Zuge der Übernahmen ihren Job verlieren, wie es weiter hieß. Etwa 180 der momentan rund 230 Mitarbeiter von Würth Solar würden weiterhin im Unternehmen bleiben oder von den Investoren übernommen.
Konkret soll BayWa künftig die Bereiche Fachhandel und Montagesysteme von Würth Solar übernehmen und weiterführen. Auch der Montagesystem-Hersteller Creotecc mit seinen Aktivitäten in Deutschland und den USA solle von BayWa übernommen werden, hieß es weiter. Das Kartellamt müsse dem Verkauf noch zustimmen. In „fortgeschrittenen konkreten Verhandlungen“ befindet sich Würth Solar nach eigenen Angaben mit einem weiteren Investor hinsichtlich der Übernahme des Geschäftsbereichs Solarkraftwerke. Der Name des potenziellen Käufers wurde zunächst nicht bekannt. Der Kundenservice solle künftig weiterhin bei Würth Solar angesiedelt bleiben. Das Unternehmen werde bestehende Anlagen weiterhin warten, reparieren, überwachen und nachrüsten. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Popular content

Prof. Dr. Paul Motzki, Professur Smarte Materialsysteme für innovative Produktion, Universität des Saarlandes
Forscher wollen Elastokalorik als Alternative zu Wärmepumpen und Klimaanlagen entwickeln
15 Juli 2024 Die Technologie habe das Potenzial, heutige Klima- und Heizungsanlagen zu ersetzen. In der Kombination beispielsweise mit Photovoltaik bestünde ein gr...