Hilfe beim Nachrüsten

Teilen

Mehr als 300.000 Photovoltaik-Anlagen müssen in den kommenden zwei Jahren nachgerüstet werden, um den im EEG und Energiewirtschaftsgesetz formulierten Anforderungen an die Netzstabilität zu genügen. Die Nachrüstungsaktion wird von den Netzbetreibern organisiert. Dafür verschicken sie seit einiger Zeit Fragebögen an die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen.

"Einige Netzbetreiber klagen darüber, dass die Fragebögen nicht richtig ausgefüllt werden“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Daher bietet der BSW-Solar nun eine „laienverständliche Ausfüllanleitung“ an, die dabei helfen soll, die benötigten Angaben einzutragen. „Es ist in unser aller Interesse, dass die Nachrüstung gut funktioniert“, so Mayer. Bei Fragen könnten sich Anlagenbetreiber zudem an die jeweiligen Installateure vor Ort wenden.

Die Umstellung ist für die Betreiber der Photovoltaik-Anlagen kostenlos, sie sind jedoch zur Mitarbeit verpflichtet. Laut Mitteilung des BSW-Solar könnten Anlagenbetreiber für die Nachrüstung auch ihren Wunsch-Handwerker beauftragen. Eventuell anfallende Mehrkosten trügen dann aber die Anlagen-Betreiber.

Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 Kilowattpeak müssen nicht umgerüstet werden. Auch Betreiber von Anlagen mit Wechselrichtern, die nach April 2011 produziert worden sind laut BSW-Solar nicht betroffen. Diese Wechselrichter entsprächen in der Regel bereits den Anforderungen der 50,2-Hertz-Regelung.

Die Umstellung der Wechselrichter ist nötig, weil seit dem Jahr 2005 gesetzlich vorgeschrieben war, dass sich Photovoltaikanlagen ab einer bestimmten Netzfrequenz aus Sicherheitsgründen abschalten. Experten befürchten aber, dass es zu Ausfällen im Stromnetz kommen könnte, sollten sich zu viele Photovoltaikanlagen gleichzeitig abschalten. Die Umrüstung soll nun dafür sorgen, dass die Anlagen bei erhöhter Netzfrequenz nicht mehr alle gleichzeitig, sondern bei leicht unterschiedlichen Werten abschalten. (Mirco Sieg)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.