Sparpläne bei Siemens

Siemens hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/12 veröffentlicht. Das Gesamtergebnis aller Sektoren beläuft sich Unternehmensangaben zufolge auf rund 7,5 Milliarden Euro für das laufende Geschäftsjahr. Im Vorjahr waren es noch 9,4 Milliarden Euro gewesen. Der Gewinn nach Steuern ging um 27 Prozent zurück. Auch der Auftragseingang ging gegenüber dem vorigen Jahr um zehn Prozent zurück, heißt es weiter.

Das Gesamtergebnis für das vierte Quartal sei stark durch den Energiesektor beeinflusst worden. Es belief sich dem Geschäftsbericht zufolge auf rund 2,1 Milliarden Euro gegenüber 2,4 Milliarden Euro im vorigen Jahr. Als Grund gibt Siemens Mehrbelastungen beim Kraftwerksbau Olkiluoto, hohe Kosten beim Netzausbau von Offshore-Anlagen und vor allem die erschwerten Bedingungen für die Energiewirtschaft im Iran an.

Der vom Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher verordnete Sparplan „Siemens 2014“ besteht aus fünf Maßnahmen und soll dem Konzern in den nächsten Jahren eine höhere Ergebnismarge bescheren. Für 2014 will der Konzern eine Marge von zwölf Prozent erreichen. Dazu will das Unternehmen seine Kosten um sechs Millionen Euro senken und seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, wie es in dem Papier heißt.

Die erste Maßnahme, die Siemens zu diesem Ziel unternommen hatte war die Trennung von seinem Solarsektor im Oktober gewesen. Da dieser Schritt bereits vor Veröffentlichung der Jahreszahlen getätigt wurde, tauchen die Zahlen dieses Sektors nur noch in der Gesamtsumme aller Sektoren auf. (Jacob Paulsen)