Mit dem Abschalten Geld verdienen

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Wer sich bereit erklärt, auf große Mengen Strom auch mal zu verzichten, soll in Zukunft entlohnt werden. Das sieht ein neuer Entwurf für eine Verordnung vor, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Danach könnten Unternehmen wie etwa Aluminiumhütten künftig für jedes Megawatt Leistung im Jahr 20 000 Euro verdienen – alleine für die Bereitschaft, die Stromzufuhr von außen steuern zu lassen.

Hinzu komme eine Vergütung für jene Megawattstunden, auf die das Unternehmen dadurch tatsächlich verzichten muss, sie soll zwischen 100 und 500 Euro liegen. Gezahlt würde dies alles letztendlich von den Stromkunden.

Gegner kritisieren die versteckte Subvention für energieintensive Unternehmen, die sich dahinter verberge. Zwar sei das Instrument als solches sinnvoll, wird der Grünen-Energiepolitiker Oliver Krischer in der Süddeutschen zitiert. Die Vergütungsätze für die Industrie seien aber viel zu hoch.

Allerdings sei auch der juüngste Entwurf noch nicht in der Abstimmung zwischen den beteiligten Ressorts, könne sich also immer noch ändern. Offen sind wohl aber nur noch Detailfragen. Seien diese geklärt, könne die neue Verordnung zum 1. Januar 2013 in Kraft treten, und das für drei Jahre. (William Vorsatz)

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