Spotmarkt PV-Module: Und wieder billiger

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Während im Juni der sehr starke Zubau in mehreren Märkten für stabile oder sogar leicht steigende Modulpreise sorgte, hat sich im Juli das Blatt gewendet. Das anhaltende Überangebot an Modulen ließ gemeinsam mit einer schwachen Nachfrage und den Sommerferien die Preise sowohl für kristalline als auch für Dünnschichtmodule sinken. Vor allem bei Tier-2-Herstellern gaben die Preise deutlich nach, so dass die Juli-Werte des Preisindex erneut unter denen des Vormonats liegen.

Bei den kristallinen Modulen fiel der Preisrückgang mit 1,1 bis 3 Prozent im Juli etwas schwächer aus als im Vormonat und ist größtenteils auf die insgesamt sehr niedrige Aktivität im Markt zurückzuführen. Mit einer anziehenden Nachfrage in den nächsten Wochen wird es den Lieferanten wieder leichterfallen, ihre Preise den aktuellen Bedingungen am Markt anzupassen. Der Wert in der Kategorie „Kristallin China“ nahm mit minus drei Prozent wieder am meisten ab und liegt jetzt 19 Prozent unter dem Januarwert. Bei kristallinen Modulen ist auch in den nächsten Monaten der höchste prozentuale Rückgang zu erwarten, eine weitere Preisbewegung von -12 bis -15 Prozent bis Jahresende ist sehr wahrscheinlich.

Der Preis für kristalline Module deutscher Hersteller ging im Vergleich zum Vormonat um durchschnittlich 2,2 Prozent zurück und bleibt auch in diesem Monat unter dem Wert für die Kategorie „Kristallin Japan“, die mit -1,1 Prozent nur einen schwachen Rückgang verzeichnete. Ähnlich ist das Bild bei der Preisentwicklung seit Jahresanfang: Der Preis für kristalline Module aus Deutschland sank um 15 Prozent, der Preis für kristalline Module japanischer Hersteller lediglich um 11,4 Prozent. Bis Ende 2012 sind in beiden Kategorien weitere Preisrückgänge von sechs bis neun Prozent möglich.

Hervorgerufen durch die Übergangsregelung im Zuge der EEG-Novelle kam es im Juni mit 1,791 Gigawatt zu einem sehr hohen Zubau in Deutschland. Diesem folgte aufgrund fehlender Nachfrage nach Neuinstallationen aber ein sehr ruhiger Juli. Abgesehen von Projekten auf Konversionsflächen, die gemäß der Übergangsregelung noch eine Frist bis Ende September haben, dürfte der Zubau im dritten Quartal sehr niedrig ausfallen. Auch in anderen größeren Märkten wie beispielsweise den USA bleibt die Nachfrage im Juli unter den Erwartungen. Hier macht sich die laufende Anti-Dumping-Klage gegen chinesische Hersteller nun stärker bemerkbar.

Auch in Osteuropa standen zum 1. Juli Anpassungen bei den Tarifen an, unter anderem in der Slowakei, wo die aktuelle Vergütungskürzung im Juli nahezu einen Stillstand der Nachfrage bewirkt hat. Auf der anderen Seite gab es aber mit Tschechien eine Überraschung: Hier zeigt der Markt nach den harten Einschnitten nun erste Anzeichen einer Erholung.

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Preisindex

Aus pvXchange wird sologico: sologico ist der weltweit größte markenunabhängige Marktplatz für Solarmodule und Wechselrichter und wurde 2004 unter dem Namen pvXchange gegründet. Die hier vorliegenden Daten wurden aus mehreren tausend Angeboten des gleichnamigen Online-Marktplatzes ermittelt. Inzwischen zählt das Unternehmen mehr als 8.300 registrierte Geschäftskunden und verzeichnet ein Vermittlungsvolumen von 600 Megawatt. Der neue Markenname unterstreicht die strategische Neupositionierung und Entwicklung des Unternehmens in den letzten Monaten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website.

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