Sovello verhandelt mit potenziellen Investoren

Die Sovello GmbH ist aus eigener Kraft nicht länger überlebensfähig. Für die Fortführung des Photovoltaik-Unternehmens wird dringend ein Investor benötigt, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet. Die Sovello-Geschäftsleitung habe auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Es liefen derzeit Gespräche mit Interessenten. Dies bestätigte kurz darauf auch die Geschäftsleitung des Photovoltaik-Herstellers in einer Pressemitteilung. Die Gespräche über eine mögliche Transaktion sollen zeitnah intensiviert werden“, erklärte Sovello-Chef Reiner Beutel. Investoren seien besonders an der Technologie von Sovello interessiert. Genauere Einzelheiten über mögliche Interessenten und den Stand der Verhandlungen wollte Sovello aber nicht nennen. Alle Beteiligten hätten sich zur Vertraulichkeit verpflichtet.

Der Betriebsratchef Matthias Gonschorek zeigte sich dem Zeitungsbericht zufolge „verhalten optimistisch“, dass der Photovoltaik-Hersteller aus Bitterfeld-Wolfen durch den Einstieg eines Investors gerettet werden könne. Im Falle einer Insolvenz stehen mehr als 1000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Selbst mit einem neuen Investor würden voraussichtlich die Hälfte der Arbeitsplätze gestrichen. In einem von Sovello erarbeiteten Sanierungskonzept ist der Abbau von 548 Jobs enthalten. Der Betriebsratschef und die Gewerkschaft IG BCE forderten Unterstützung der Landesregierung bei der Investorensuche. Sollte diese Scheitern müsse es eine Transfergesellschaft für die Sovello-Mitarbeiter geben, um Ihnen möglichst rasch neue Arbeitsplätze zu vermitteln. Sovello-Chef Beutel sagte, dass sich der Photovoltaik-Hersteller bereits in Gesprächen mit Bund und Ländern über mögliche Unterstützungsoptionen im Zuge einer Restrukturierung befinde.

Mitte Mai hat Sovello die Insolvenz in Eigenregie beantragt. Dabei hat die Geschäftsführung weiter die Entscheidungshoheit. Zur Wahrung der Gläubigerinteressen wird aber ein Sachverwalter vom Amtsgericht bestellt. Bis Mitte August ist über das Insolvenzgeld der Lohn der Mitarbeiter sichergestellt. (Sandra Enkhardt)