Neue Dimension für Photovoltaik

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Die NASA hat auf ihrem Mars-Erkundungsflug, der 2004 startete, offensichtlich eine Entdeckung gemacht, die der Photovoltaik zu ungeahnten Perpektiven  verhelfen könnte. Ein NASA-Rover habe Daten an das „Jet Propulsion Laboratory“ des kalifornischen Instituts für Technologie gesendet, die zeigten, dass der Silikat-Mantel um den Mars-Kern eine Art Kieselalge enthält, die über die Fähigkeit verfügt, aus Sonnenlicht viel Energie zu produzieren. Außerdem zeigten die Aufnahmen, dass diese Art Plankton die umgewandelte Energie auch in seinen Zellen speichern kann. Sie nutze diese Energie, um eigene Zellen zu reparieren oder um Licht in schattigen Regionen zu erzeugen. „Diese Entdeckung könnte ein Signal für einen Durchbruch sein, von dem die Solarindustrie immer geträumt hat. Die Zusammensetzung des Mars-Mantels, welche vorwiegend aus Silikat besteht, könnte die Grundlage für Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von bis zu 60 Prozent sein, sagte Frank Defoel vom „Jet Propulsion Laboratory“ angesichts der neuen Erkenntnisse. Nach jüngsten Datenauswertungen sollen die Kieselalgen fähig sein, schattige Mars-Flächen zu erleuchten. Die Helligkeit entspreche einer 100 Watt-Glühbirne.

Eine Gruppe von internationalen Wissenschaftlern soll mittlerweile an einer Replikation der Mars-Kieselalge arbeiten. Nach zunächst nicht bestätigten Angaben haben sie bereits Prototypen einer Solarzelle hergestellt, die im Labor einen Wirkungsgrad von 65 Prozent erreicht haben soll. Die Forscher seien zuversichtlich, dass ihnen dies auch in der Massenfertigung gelingt. Die ersten hoch effizienten Solarmodule sollen den Plänen zufolge spätestens 2013 auf den Markt kommen. Nach Marktgerüchten soll ein führendes deutsches Photovoltaik-Unternehmen bereits in Verhandlungen mit den Wissenschaftlern stehen, um sich die exklusiven Vermarktungsrechte zu sichern. (Sandra Enkhardt)

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