Tendenz: fest

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In der Branche sorgte das Ergebnis der Bundestagswahl am 27. September für Unruhe, nicht jedoch im Photovoltaik Global 30: Am Stichtag (9. Oktober) lag der Wert mit 63,03 Punkten leicht über dem Niveau des Vormonats, der Index tendiert also weiter fest. Bei den im Index vertretenen Solarwerten lagen die Kurse von 16 Unternehmen am Stichtag über dem Wert des Vormonats.

Mit einem Plus von 18,55 Prozent verzeichnete Gintech die stärkste Kursbewegung – nicht zuletzt wegen guter Zahlen aus dem August, die auf ein erfolgreiches drittes Quartal hoffen lassen. Außerdem begann Gintech im September mit OEM-Lieferungen an Sharp und meldete außerdem, mit Waferlieferant MEMC günstigere Konditionen vereinbart zu haben.

Auch bei E-Ton Solar (+ 17,56 Prozent) trieb die Hoffnung auf bessere Zahlen den Kurs nach oben – E-Ton-Chef Allen Guo hat immerhin für das dritte Quartal schwarze Zahlen angekündigt. Das sorgt auch bei potenziellen Großinvestoren für Interesse: Gerüchten zufolge denkt Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. (TSMC) darüber nach, bis zu 20 Prozent von E-Ton Solar zu übernehmen.

Mit positiven Schlagzeilen punktete ebenso Sunpower (+ 12,46 Prozent): Das Unternehmen will mit Sunray Renewable Energy in Italien ein 24-Megawatt-Solarkraftwerk bauen. Außerdem hat Sunpower den Patentstreit mit Konkurrent Sunlink Corp. außergerichtlich beigelegt. Beide US-Unternehmen haben sich zwar auf Stillschweigen über Inhalte der Vereinbarung geeinigt; Sunpower teilte aber mit, dass Sunlink künftig eine Lizenzgebühr für die Nutzung der betreffenden Patente zahlen wird.

Sinkende Kurse melden dagegen zwei chinesische Unternehmen. Waferhersteller LDK Solar leidet nach wie vor unter dem rapiden Preisverfall, der zu hohen Abschreibungen auf Lagerbestände und damit zu tiefroten Zahlen führte – Unternehmenschef Xiaofeng Peng ist mit seiner Hoffnung auf eine Nachfrageerholung im zweiten Halbjahr bislang allein. Und bei Waferproduzent Renesola belastet ein Abkommen zur Übernahme von Dynamic Green Energy Limited den Börsenkurs, denn Renesola will im Zuge der Übernahme unter anderem mehr als 26,78 Millionen neue Renesola-Aktien auf den Markt werfen.