Die Zeit läuft!

Liebe Leserin, lieber Leser!

Zwar gibt es noch keinen Termin für die Abstimmung des Deutschen Bundestages über die EEG-Novelle, aber eines ist sicher: Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden und die beginnt Ende Juni. Damit läuft die Zeit, in der Sie für Ihre Anliegen noch kämpfen können, bald ab. Denn wenn die Novelle in der jetzigen Form den Bundestag passieren sollte, wird es im nächsten Jahr wohl für viele eng werden. Besonders beim Handwerk stehen Arbeitsplätze, wenn nicht ganze Firmen auf dem Spiel. Dort sind die Gewinnmargen und damit die Spielräume für die fast zehnprozentige Absenkung der Einspeisevergütung im nächsten Jahr am geringsten. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) rufen deshalb dazu auf, dass Sie die Abgeordneten des Bundestages aus Ihrer Region informieren und auffordern, sich für Ihr Geschäft mit der Photovoltaik einzusetzen. Argumente gibt es genug: Umweltschutz, Nachhaltigkeit, CO₂-Einsparungen und vor allem Arbeitsplätze und Investitionen in Ihrer Region (Seite 14)!

Ab 2010 könnte endlich der Engpass beim Silizium überwunden sein (Seite 23). Doch bis dahin führt der fehlende Rohstoff zu einem Nachfrageüberhang – vorausgesetzt der Markt bricht im nächsten Jahr wegen der EEG-Novelle nicht komplett ein. Doch auch heute ist die Nachfrage schon so groß, dass immer mehr Hersteller auf Dünnschicht-Module setzen, um den wachsenden Markt trotzdem mit ausreichend Photovoltaikanlagen versorgen zu können (Seite 46). Wegen der geringeren Anschaffungskosten sind Dünnschichtmodule für große Photovoltaik-Kraftwerke auch heute schon die erste Wahl. Unsere Beiträge auf den Seiten 58 und 59 zeigen allerdings, dass Dünnschicht auch für kleinere Anlagen durchaus eine Alternative sein kann. Werden Dünnschichtmodule also wirklich nicht mehr als 20 Prozent des Marktes erobern, wie einige Experten voraussagen? Wir werden sehen!

In dieser PHOTOVOLTAIK finden Sie auf Seite 74 zum ersten Mal die Rubrik „Architektur“. Diesmal mit einem Beitrag über die Tagung „Sun and Sense“, die Mitte März in Berlin stattfand. Künftig finden Sie dort Themen, die die Schnittstellen von Architektur und Photovoltiak beleuchten. Spannend erzählt und mit gewohnt hohem Nutzwert.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Karsten Schäfer

Chefredakteur