Qualität von Photovoltaik-Modulen

In der Märzausgabe 2015 veröffentlichen wir den Leitfaden Qualität. Dieser ist nach vor notwendig. Denn ein bestandenes Zertifikat sagt noch nichts darüber aus, ob die Photovoltaik-Module halten, was sie versprechen. Weder über die Lebensdauer noch über den Solarstrom-Ertrag. So ist es etwa noch lange nicht sicher, dass ein 200-Watt-Modul mit „Positivsortierung“ wirklich 200 Watt hat. Und wenn ein tolles Schwachlichtverhalten versprochen wird, gibt es dafür keine Garantie und Haftung. Das kann bis zu sieben Prozent Ertragsminderung ausmachen.

Es geht übrigens nicht darum, die Produzenten anzuklagen. Höhere Qualität setzt eine gemeinsame Anstrengung aller vor- aus. Sie mag etwas kosten, aber die Kategorien teuer und billig passen hier nicht. Es geht darum, fair zu vereinbaren und zu definieren, welche Qualität der Käufer benötigt und vom Lie- feranten bekommt. Mehr „definierte Qualität zu akzeptablen Preisen“ ist unser Wunsch.

Auf dieser Seite finden Sie Links zu den Kapiteln im elektronischen Heftarchiv und zu Links zu weiterfürenden Artikeln, die in den letzten vier Jahren veröffentlicht wurden.

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Zu den Kapiteln und Zusatzinfos

 

 

Vorwort von Karl-Heinz Remmers, Herausgeber des pv magazine
(frei zugänglich)

Modulqualität ist immer noch ein großes Thema. Es geht um definierte Qualität zu akzeptablen Preisen.

 

 

 

 

Roundtable während des Forum Solarpraxis 2015

Leitfaden Qualität im elektronischen Heftarchiv

Qualitätsdiskussion heute
Kapitel 1: In der Solarbranche läuft noch manches anders als in etablierten Branchen. Das zeigt sich daran, dass in der Vergangenheit häufig schlechte Qualität geliefert wurde. Daran haben viele Marktteilnehmer ihren Anteil. Alle müssen dazulernen.

Grenzen der Zertifikate und Datenblätter
Kapitel 2: Die Module sind doch zertifiziert, könnte man denken. Doch das bedeutet wenig. Erstens sind die Prüfungen in den Augen verschiedener Experten durchaus fragwürdig, zweitens spielen später bei der Wirtschaftlichkeit einer Anlage Parameter eine Rolle, die gar nicht getestet werden.

Garantie und Gewährleistung
Kapitel 3: Was Käufer, Installateure und alle jene beachten müssen, durch deren Hände die Module auf dem Weg zum Installationsort gereicht werden, erklärt Rechtsanwältin Margarete von Oppen.

Toleranzen und ihre Bewertung
Kapitel 4: Das perfekte Produkt gibt es nicht. Um die Qualität einer Lieferung festzustellen, müssen Toleranzen und Messunsicherheiten festgelegt werden, innerhalb derer die Spezifikationen als erfüllt gelten. Das gilt beson- ders für die Leistungsmessung.

Tests und Kontrollen
Kapitel 5: Auch bei den Kontrollen gibt es keine eierlegende Wollmilchsau. Es gibt viele verschiedene Möglichkei- ten zur Prüfung, und man muss gut überlegen, welche man verlangt oder bezahlt.

Schwachstellen und Handlungsempfehlungen
Kapitel 6: Solarmodule sehen einfach aus, doch es gibt komplexe Mängel. Jeder muss dabei selbst einschätzen, welches Risiko er eingehen will.

Einschübe

Wie Großhändler Installateure unterstützen (frei zugänglich)
Modulauswahl: Die Qualitätsdiskussion wird oft aus Sicht von Projektierern großer Anlagen geführt. Für Ins- tallateure kleinerer und mittlerer Anlagen muss der Großhändler die Qualitätsprüfung übernehmen. Wie, erklärt Günter Haug, Geschäftsführer von Baywa r.e.

Fehleranfällig trotz Zertifikat
Die Durchfallquote bei Zertifizierungen sinkt, die Fehleranfälligkeit im Feld bleibt stabil.

Schwachlichtverhalten: sieben Prozent Betreiberrisiko
Programme zur Ertragssimulation berücksichtigen das Schwachlichtverhalten der Module. Doch das ist nich garantiert.

Wie Prüflabore mit Zertifikaten für Module umgehen
Nachgefragt: Zertifikate werden tatsächlich manchmal entzogen. Das hat aber meist nichts mit der Fertigungsqualität zu tun.

Leistungsmessung und Messunsicherheit
Marketingbegriff: 200 Watt mit Positivsortierung: Das hört sich gut an und verspricht mehr Leistung als ohne Positivsortierung. Totzdem können die gelieferten Module darunter liegen, wegen der Messunsicherheit.

 

 

Auswahl weiterer Artikel zum Thema

Anti-Reflexionsbeschichtungen
(2015, englisch, für Abonnenten des internationalen pv magazine)
Über technologische Unterschiede verschiedener Antireflexionsbeschichtungen und die Frage, wie lange sie unter welchen Bedingungen halten und wie sie getestet werden können.

Stichproben zur Leistungskontrolle

(2014)
Wie lässt sich verifizieren, ob die Leistung gelieferter Module den versprochenen Spezifikationen entspricht? Teil 2 der Serie behandelt die Aussagekraft von stichprobenbasierten Messungen.

Leistungsbestimmung von PV-Modulen

(2014)
Wie lässt sich verifizieren, ob die Leistung gelieferter Module den versprochenen Spezifikationen entspricht? Teil 1 der Serie über behandelt aktuelle Messpraktiken und Messunsicherheit am Beispiel kristalliner Module.

Überraschende Erkenntnisse
(2014)
Ein Kopter-Thermograf erzählt, dass er in fast allen Anlagen, die er untersucht hat, Stringausfälle fand.

Ersatz von Modulen
(2014)
Reparaturen: Was tun, wenn Module ersetzt werden müssen, zum Beispiel nach einem Hagelschlag? Martin Schachinger von pvXchange und Heinz Hackmann von Adler Solar erklären die Möglichkeiten, die dann bestehen.

Mehrertrag von Modulen auf Trackern in Diskussion
(2013 - frei zugänglich)
Von dem Mehrertrag hängt es ab, ob sich Tracker in Deutschland lohnen. Hersteller und Forschungsinstitute machen dazu unterschiedliche Aussagen.

Gut ist nicht gut genug
(2013)
Im Februar 2011 wurden die ersten Testergebnisse von PV+Test veröffentlicht – dem unabhängigen PV- Modulvergleichstest von Solarpraxis und TÜV Rheinland. Das neuartige Prüfkonzept offenbarte in den ersten zwei Jahren Aufschlussreiches und Überraschendes. Eine Zwischenbilanz zu PV+Test.

Hart und nicht besser
(2013)
Immer härtere Tests helfen nicht grundsätzlich, qualitativ höherwertige Module zu finden. Besonders über verlängerte Damp- Heat-Tests streiten die Experten.

Wie genau soll es sein?

(2013)
Seit einiger Zeit sorgen mobile Testcenter, mit denen Module in hoher Stückzahl direkt vor Ort vermessen werden können, für Diskussionen. Ein Streitgespräch zwischen einem Anbieter und einem Prüflaborexperte über die Frage, was solche Systeme leisten können.

Blick in die Zukunft
(2013) Fehlerkatalog: Elektrolumineszenz ist zweifelsohne in Mode. Doch was die Methode wirklich aussagt und wie die Aufnahmen interpretiert werden müssen, wird nach wie vor debattiert. Wir stellen die typischen Modulfehler mit Elektrolumineszenzaufnahmen vor.

Lose ziehen

(2013)
Es ist nicht möglich, alle Module eines Solarparks vor der Installation zu testen. Bei der Vereinbarung von Stichprobenumfang und Akzeptanzniveau mit Modulherstellern hilft eine Norm.

Kein Vertrauen in PID-Herstellertests
(2013)
Obwohl inzwischen viele Modulhersteller PID-resistente Module anpreisen, ist das Problem der potenzialin- duzierten Degradation nicht vom Tisch. Drei Gutachter erläutern, warum nicht allen Tests zu trauen ist, wie der Effekt detektiert und reduziert werden kann.

Senioren unter Strom
(2013 - frei zugänglich)
Mit dem 1.000-Dächer-Programm begann Anfang der 1990er Jahre die Erfolgsgeschichte der Photovoltaik. Wie schlagen sich die Solarsysteme heute, nach 20 Jahren im Betrieb? Das hat eine Studie im Auftrag der Sächsischen Energieagentur untersucht und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

Entscheidende Vernetzung

(2012)
Eine schadhafte Lamination kann die Lebensdauer von Modulen deutlich reduzieren. Vernetzungstests helfen, Qualitätsprobleme zu bestimmen. Prüflabore analysieren daher die EVA-Vernetzung.

Der steinige Weg zum anerkannten Bauprodukt
(2012)
Gebäudeintegration: Sicherheit ist ein wichtiges Thema für Gebäudeeigentümer. Außerdem stellt sich die Frage, ob Module in der Fassade oder auf dem Dach integriert gleichwertig mit anerkannten Bauteilen sind. In einem im Mai veröffentlichten Hinweispapier fordert das Deutsche Instituts für Bautechnik (DIBt) Nachweise.

Fliegend Fehler finden
(2012)
Thermografie: Mit Wärmebildkameras lassen sich Module rasch und einfach überprüfen. Noch schneller wird dieses Verfahren im Überflug. Mit Hilfe von bemannten und unbemannten Helikoptern können Thermografen die optimale Position für die Messung einnehmen und große Flächen in kürzester Zeit untersuchen.

Wie sich Hotspots vermeiden lassen
(2012)
Q-Cells hat erklärt,bereits seit 2006 alle Zellen auf die Gefährdung durch Hotspots zu testen, die noch nach Jahren im Betrieb ein Modul zerstören können.

Kontrolle ist besser
(2012)
Hersteller schauen beim Wareneingang genau hin. Fast jeder Schritt der Herstellung von Solarzellen ist anfällig für Defekte wie zum Beispiel Mikrorisse. Einige Modulhersteller sind daher mittlerweile dazu übergegangen, die angelieferte Ware genau durchzumustern.

Sicher aufs Dach

(2012)
Es gibt viele mehr oder weniger kreative Möglichkeiten, Module auf Dächer zu befördern. Auch wenn hier gern gespart wird: Geld in professionelle Transportgeräte zu investieren, schützt Menschen und Module.

Knackpunkt Lötstelle

(2011)
Die meisten Hersteller kristalliner Module verlöten in der Produktion die Zellen miteinander. Darin gleichen sie sich. Unterschiede bestehen darin, wie dieser Lötprozess stattfindet. Wie das die Qualität beeinflusst, können Forscher unter Umständen sogar an Knackgeräuschen hören.

Ofen mit Tücken

(2011)
Die Lamination gilt als einer der kritischsten Prozesse in der heutigen Modulherstellung, da von ihr die Lebensdauer abhängt. Käufer müssen den Produzenten und Importeuren vertrauen können.

Lieber ohne Risiko
(2011- frei zugänglich)
Wer große Mengen Module kauft, beauftragt oft ein Extra-Audit der angebotenen Produkte und ihrer Hersteller. Eine Checkliste zeigt den Investoren, was dabei wichtig ist. Installateure können sie zum Beispiel benutzen, um ihre Lieferanten auszufragen.

Unsichtbare Qualität bei Rückseitenfolien

(2010)
Üblicherweise geben die Modulhersteller eine 25-jährige Leistungsgarantie und untermauern sie mit Zertifikaten und Gütesiegeln. Doch Zertifikat und Gütesiegel sagen nur wenig über die Langzeitstabilität der Module. Das zeigen Tests unter verschärften Bedingungen, die drastische Haltbarkeitsunterschiede aufdecken. Ein wunder Punkt ist die Rückseitenfolie. Die Unterschiede sind von außen nicht sichtbar.

Unter www.pv-magazine.de/modultest finden Sie die Ergebnisse und Hintergrundartikel zu dem unabhängigen Modultest von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG, Herausgeber von pv magazine.

Solarpraxis Engineering

Die Solarpraxis Engineering GmbH, eine Tochter der Solarpraxis AG, deren Know How in den Qualitäts-Leitfaden eingeflossen ist, berät zu Qualitätsthemen sowohl für Bestandsanlagen als auch beim Neuanlagenbau.

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