Yingli-Fabrik in China

Yingli kämpft weiter mit seinem Schuldenberg.
Foto: Yingli Green Energy Holding Company Ltd

Yingli setzt Gespräche mit Gläubigern fort

22. Januar 2016 | Märkte und Trends, Topnews

Der hoch verschuldete chinesische Photovoltaik-Hersteller kann seine Schulden derzeit nur scheibchenweise zurückzahlen. Nun plant Yingli unter anderem Verkäufe von Photovoltaik-Kraftwerken, um Anleihegläubiger bedienen zu können. Außerdem soll es lokale Behörden und Banken um Unterstützung gebeten haben.

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Die Yingli Green Energy Holding Co. ist weiter in Gesprächen mit seinen Anleihegläubiger. Es gehe darum, die die Rückzahlung der im Mai fälligen 213 Millionen US-Dollar erfolgen solle, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller plane den Verkauf von Vermögenswerten, darunter von Photovoltaik-Kraftwerken, sowie mehr Einnahmen und Gewinne aus seinen Modulverkäufen zu erzielen, sagte Finanzvorstand Wang Yiyu der Nachrichtenagentur.

Bei der Restrukturierung seiner Verbindlichkeiten hat Yingli die lokalen Regierungsstellen und Banken um Unterstützung gebeten, so eine Meldung der International Finance News am Donnerstag. Die Unterstützung „wird helfen, die Schwierigkeiten des Unternehmens zu lösen“, sagte Wang dazu Bloomberg. Chinas Bankenaufsicht und die Nationale Energiebehörde sollen nach pv magazine-Informationen mittlerweile auch ihre Unterstützung bei der Restrukturierung der Schulden signalisiert haben. Bereits im September 2015 hatte Yingli angekündigt, Land zu verkaufen und eine Fabrik abzubauen, um so Einnahmen von 138 Millionen US-Dollar für die Rückzahlung der Schulden zu generieren.

Seit dem zweiten Quartal 2011 habe Yingli keinen Gewinn mehr verzeichnen können. Die Gesamtschulden beliefen sich bis zum Ende des dritten Quartals 2015 nach Bloomberg-Angaben auf 1,9 Milliarden US-Dollar. Allein die Zinszahlungen hätten sich in einem Jahr auf 160,2 Millionen US-Dollar summiert. Im vergangenen Jahr musste Yingli wegen der Restrukturierung seiner Schulden auch mehrfach die Prognose senken. Die Fabriken liefen nicht unter Volllast. Zwischenzeitlich kamen auch Insolvenz-Gerüchte auf, die der chinesische Photovoltaik-Hersteller aber stets dementierte. Erst vor wenigen Tagen kündigte Yingli den Bau einer neuen Fabrik in Thailand an. Dazu geründete der chinesische Photovoltaik-Hersteller ein Joint Venture mit Demeter. Nun erklärte Wang, dass dort bereits vorhandenes Equipment installiert werden soll, um die Investitionskosten zu reduzieren. (Sandra Enkhardt)

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