Solarpark von Trina Solar in der Türkei

Solarpark von Trina Solar in der Türkei
Foto: Trina Solar

Kalyon Enerji und Hanwha Q-Cells erhalten Zuschlag für Ein-Gigawatt-Projekt in der Türkei

20. März 2017 | Märkte & Trends, Topnews

Das türkisch-südkoreanische Konsortium setzte sich mit seinem Angebot von 6,99 Dollarcent pro Kilowattstunde gegen drei andere Bewerber durch. Der Auftrag ist an mehrere Local-Content-Bestimmungen gebunden.

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Der türkische Energiekonzern Kalyon Enerji und der südkoreanische Photovoltaik-Hersteller Hanwha Q-Cells haben den Zuschlag für den Bau eines Ein-Gigawatt-Solarparks in der Türkei erhalten. Das Angebot des Konsortiums lag bei 6,99 Dollarcent (6,51 Eurocent) pro Kilowattstunde und damit unter der historischen 7-Dollarcent-Grenze, wie der türkische Ableger der Internationalen Gesellschaft für Solarenergie Günder am Montag mitteilte.

Ates Ugurel, Gründer der türkischen Gesellschaft für Solarenergie Solarbaba, sagte dem pv magazine dass der  6,51 Eurocent pro kWh-Tarif "nicht schlecht ist", wenn man bedenkt, dass Hanwha Q-Cells eine ziemlich hohe Investition in der Türkei tätigen wird. Allerdings fügte Ugurel hinzu: "Es war nicht der Preis, der für mich wichtig war, sondern der Name des internationalen Investors. Hanwha Q-Cells war ein guter Kandidat!“

Den Ausschreibungsregeln zufolge, ist der Preis pro Kilowattstunde im Rahmen eines Stromabnahmevertrags mit der türkischen Regierung für die nächsten 15 Jahre bindend. Laut Günder werde den Unternehmen dagegen ein Nutzungsrecht von 30 Jahren eingeräumt. Darüber hinaus war die  Ausschreibung mit der Bedingung verknüpft , dass der Entwickler ausschließlich einheimische Technologien verwendet und zu 80 Prozent türkische Ingenieure beschäftigt, wie die türkische Tageszeitung „Dailysabah“ berichtet.

Nach Informationen von Günder plane das Konsortium den Bau einer Produktionsstätte mit einer Kapazität von 500 Megawatt innerhalb der nächsten 21 Monate und die Fertigstellung des Ein-Gigawatt-Solarparks in Konya bis zum Jahr 2020. Die Regierung erwarte, dass das Projekt zu Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro führt.

Die Türkei verfügt derzeitig über eine Gesamtkapazität von knapp unter einem Gigawatt an Photovoltaik und etwa 18 Produktionsstätten für Module. Diese sind aber durch niedrige Auslastung und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit mit chinesischen Importen beeinträchtigt. Bis 2023 plane die Türkei die Installation von weiteren fünf Gigawatt an Solar-Anlagen. Erst am Freitag hatte der türkische Energieminister Berat Albayrak weitere Ausschreibungen zum Bau von einem Gigawatt Solarenergie und Windkraft angekündigt. (Carl Johannes Muth; Ilias Tsagas; Jonathan Gifford)

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