Grafik von IHS zur weltweiten PV-Projektpipeline

Sehr viele Projekte befinden sich noch in einer sehr frühen Planungsphase.
Grafik: IHS

IHS: Weltweite Photovoltaik-Pipeline übersteigt 200 Gigawatt

09. Februar 2016 | Märkte und Trends, Topnews

Mehr als die Hälfte der Photovoltaik-Anlagen sollen allein in den USA, China und Brasilien gebaut werden. Der Großteil der Projekte befindet sich nach Angaben von IHS aber noch in einem frühen Planungsstadium.

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Die weltweite Pipeline für Photovoltaik-Projekte hat IHS zufolge mittlerweile die 200 Gigawatt überstiegen. Die meisten befänden sich in den USA, was vor allem auch auf die Verlängerung der Steuervergünstigungen ITC im vergangenen Dezember zurückzuführen sei. Insgesamt 110 Gigawatt an geplanten Photovoltaik-Projekten befänden sich allein in den USA, China und Brasilien, schreiben die Analysten. Diese drei Länder kämen somit auf einen Anteil von mehr als 50 Prozent.

„Ein sehr großer Anteil der geplanten Projekte ist noch nicht weit entwickelt, da die Projektierer nach möglichen Ausschreibungen oder anderen Möglichkeiten, einen Stromabnahmevertrag zu bekommen, suchen“, erklärte Josefin Berg, Senior Analystin bei IHS. Den größten Anstieg der weltweiten Photovoltaik-Pipeline habe mit 16 Gigawatt an neuen Projekten im vergangenen Jahr verursacht. Zur gleichen Zeit seien etwa Photovoltaik-Anlagen mit 10 Gigawatt installiert oder zumindest mit dem Bau begonnen worden. Mit der ITC-Verlängerung durch den US-Kongress im Dezember 2015 habe sich bei vielen Projektierern der Zeitplan entspannt. Sie müssten nun die Kraftwerke nicht mehr unbedingt in diesem Jahr realisieren, um von den Steuervergünstigungen zu profitieren, ergänzt IHS-Analystin Christine Beadle.

Ein Gegenbeispiel für diese Entwicklung sei Großbritannien, heißt es weiter. Dort sei die Pipeline an geplanten Photovoltaik-Projekten im vergangenen Jahr um vier Gigawatt gesunken. Viele Photovoltaik-Kraftwerke seien angesichts des Auslaufen der Förderung im April 2016 allerdings auch schon gebaut worden oder befänden sich derzeit im Bau.

IHS weist daraufhin, dass es eine Tendenz zu übergroßen Projekten gebe. Etwa zwei Drittel der Pipeline seinen Photovoltaik-Projekte mit mehr als 50 Megawatt Leistung. Gerade in den USA und China seien diese zu finden. Projektierer hofften so Skaleneffekte beim Bau der Solarparks erzielen zu können. In Brasilien dagegen handele es sich mehr um Anlagengrößen von 30 Megawatt, bedingt durch die Vorschriften. Die Entwickler dort versuchten über die Bündelung von Projekten, Skaleneffekte zu erreichen, so Berg weiter. (Sandra Enkhardt)

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