Prognosebasiertes Laden von Photovoltaik-Speichersystemen

Das Fazit der Studie: Wenn die Batteriespeicher prognosebasiert geladen werden, lassen sich Verluste weitgehend vermeiden.
Grafik: HTW Berlin

HTW-Studie: Neue Speicherförderung legt Basis für höheren Photovoltaik-Zubau

01. März 2016 | Speicher und Netze, Topnews

Die Berliner Wissenschaftler haben die Auswirkungen der mit der KfW-Speicherförderung verbundenen Begrenzung der Einspeisung von Photovoltaik-Anlagen auf 50 Prozent untersucht. Sie sehen darin eine Maßnahme zur Realisierung eines höheren Photovoltaik-Ausbaus und fordern die Anhebung des Zubaukorridors auf zehn Gigawatt jährlich.

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Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin hat eine Studie veröffentlicht, die sich mit den Auswirkungen der Kappung der Einspeiseleistung von Photovoltaik-Anlagen auf 50 Prozent befasst. Diese ist mit dem heutigen Start der neuen KfW-Speicherförderung vorgesehen. So sollen nur Photovoltaik-Batteriespeicher einen Tilgungszuschuss und KfW-Kredit erhalten, wenn die Betreiber zusagen, über die gesamte Laufzeit ihrer Anlage, nur maximal 50 Prozent der Nennleistung ins Netz einzuspeisen. Bei der zum Jahresende ausgelaufenen KfW-Speicherförderung lag die Begrenzung noch bei 60 Prozent.

„Wenn die Batteriespeicher prognosebasiert geladen werden, lassen sich Verluste weitgehend vermeiden“, lautet die Hauptaussage der HTW-Studie „Effekte der 50%-Einspeisebegrenzung des KfW-Förderprogramms für Photovoltaik-Speichersysteme“. Die Berliner Wissenschaftler der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme weisen darauf hin, dass sich die geforderte Begrenzung mit einem prognosebasierten Energiemanagement weitgehend ohne Abregelung der Photovoltaik-Anlagen erzielen lasse. Ohne Einbindung von Prognosen müssten etwa durchschnittlich acht Prozent des jährlichen Ertrags abgeregelt werden. „Ob der Batteriespeicher netzdienlich eingesetzt wird, hängt entscheidend von seiner Betriebsweise ab“, erklärt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie.

Die Wissenschaftler gehen aber noch einen Schritt weiter. Aus ihrer Sicht muss den erhöhten technischen Anforderungen im Zuge der Neuauflage der KfW-Speicherförderung eine Anhebung des Photovoltaik-Ausbauziels in Deutschland folgen. Ansonsten sei die 50-prozentige Einspeisebegrenzung wenig sinnvoll. Auch mit Blick auf die in Paris vereinbarten Klimaschutzziele müsse die Bundesregierung den EEG-Zubaukorridor für Photovoltaik auf mindestens zehn Gigawatt jährlich erhöhen, fordert Quaschning. Erst dann könnte das neue Speicherförderprogramm seinen volkswirtschaftlichen Nutzen voll entfalten. Quaschning hält für den Klimaschutz eine installierte Photovoltaik-Leistung von 200 Gigawatt in Deutschland für notwendig. Mit der Einspeisebegrenzung auf 50 Prozent werde nun die Grundlage für einen schnelleren Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen gelegt. (Sandra Enkhardt)

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Professor Quatsch aus Berlin

Mittwoch, 02.03.2016 12:06

"Wird die erhöhte Netzeinspeisung mit einer Einspeisevergütung von 12 ct/kWh sowie der gestiegene Netzbezug mit einem Strombezugspreis von 28 ct/kWh monetär bewertet, liegt der durch die prognosebasierte [...]

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Professor Quatsch aus Berlin

Mittwoch, 02.03.2016 12:06

"Wird die erhöhte Netzeinspeisung mit einer Einspeisevergütung von 12 ct/kWh sowie der gestiegene Netzbezug mit einem Strombezugspreis von 28 ct/kWh monetär bewertet, liegt der durch die prognosebasierte Batterieladung erzielte finanzielle Vorteil bei 30 €/a"

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