Wartungsarbeiten am Stromnetz

Eurosolar fordert eine bessere Speicherförderung, um einen Großteil des Netzausbaus überflüssig zu machen.
Foto: EnBW / Peter Stumpf, Düsseldorf

Eurosolar zerlegt Agora-Speicherstudie

18. September 2014 | Speicher und Netze, Topnews

Anfang der Woche veröffentlichte der Berliner Think-Tank seine Studie "Stromspeicher in der Energiewende". Eurosolar zeigt nun auf, dass Agora Energiewende dabei von den falschen Voraussetzungen ausgeht, um die Notwendigkeit von Speichern richtig analysieren zu können.

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Der Berliner Think-Tank Agora Energiewende hat am Montag eine Studie veröffentlicht, wonach der Ausbau der erneuerbaren Energie zunächst auch ohne Stromspreicher auskommen würde. Zugleich sollten aber Stromspeicher einen „gleichberechtigten Zugang zu Märkten der Flexibilität“ und eine Berücksichtigung in regulatorischen Rahmen für Verteilnetze erfahren. Dabei sei in der Untersuchung von einem massiven Ausbau des Übertragungsnetzes ausgegangen worden, kritisiert nun die Vereinigung Eurosolar. Die Frage, inwiefern Speicher den größten Teil des Netzausbaus überflüssig machen würden, sei hingegen nicht erörtert worden.

Vor diesem Hintergrund sei es beachtlich, dass die Untersuchung gleichwohl zu dem Ergebnis kommt, dass es schon jetzt eines gesetzlichen Rahmens für die Markteinführung von Stromspeichern auf der Verteilnetzebene bedarf, damit diese Technologien ab 2030 kostengünstiger zum Einsatz kommen könne. Eurosolar fordere einen solchen gesetzlichen Rahmen schon lange als zentralen Bestandteil einer neuen Energiemarktverordnung. Eine offensive Strategie zur raschen Einbindung von dezentralen Stromspeichern (Redox-Flow, Power-to-X), insbesondere auf der Verteilnetzebene würde den überzogenen und teuren Netzausbau mit all seinen inneren Widersprüchen und Fragwürdigkeiten überflüssig machen, heißt es bei der Vereinigung weiter.

Eine stärkere Nutzung von Stromspeichern in Deutschland würde zugleich deren industrielle Produktion hierzulande voranbringen und damit die Preise für diese Systeme senken. Stromspeicher könnten dann auch verstärkt exportiert werden, gerade in Ländern mit weniger gut entwickelten Übergangs- und Verteilnetzen wie in Deutschland, so Eurosolar weiter. Die Vereinigung weist zudem daraufhin, dass Agora Energiewende eine gemeinsame Initiative der Stiftung Mercator und der European Climate Foundation ist. Zum Begleiterkreis der Studie gehörte zudem der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz.* (Sandra Enkhardt)

*Zwei Fehler im letzten Satz wurden nachträglich geändert.

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Peter Knoch aus München

Sonntag, 21.12.2014 14:00

Hurah! Wir brauchen keine Speicher für regenerative Überproduktion von Strom - wir haben doch die Atomkraftwerke und die Braunkohle. Geht's noch ?

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Kommentare 1 - 1 von 1

Peter Knoch aus München

Sonntag, 21.12.2014 14:00

Hurah! Wir brauchen keine Speicher für regenerative Überproduktion von Strom - wir haben doch die Atomkraftwerke und die Braunkohle. Geht's noch ?

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