Dachanlage von Trina Solar in Belgien

Trina Solar will nun nicht in China gefertigte Solarmodule in die EU liefern.
Foto: Trina Solar

EU-Kommission entlässt Trina Solar offiziell aus dem Undertaking

01. Februar 2016 | Politik und Gesellschaft, Märkte und Trends, Topnews

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller verkündete im Dezember seinen Rückzug aus der Vereinbarung zu Mindestimportpreisen und Einfuhrvolumen. Nun machte es Brüssel amtlich und kam dem Wunsch von Trina Solar nach. Damit sind seit Einführung der Regelung im Dezember 2013 sieben chinesische Photovoltaik-Hersteller nicht mehr dabei.

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Kurz nach Eröffnung der Auslaufprüfung des Undertakings im Dezember 2015 hat Trina Solar seinen Rückzug aus der Vereinbarung angekündigt, die Mindestimportpreise und Einfuhrvolumen für chinesische Photovoltaik-Hersteller festlegt. Nun veröffentlichte bereits am vergangenen Donnerstag die EU-Kommission den entsprechenden Widerruf im Amtsblatt. Mit dieser Entscheidung muss Trina Solar nun Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle von rund 50 Prozent zahlen, wenn es in China produzierte Solarmodule und Solarzellen in die EU einführt. Der Widerruf des Undertakings gilt für Changzhou Trina Solar Energy Co. Ltd, Trina Solar (Changzhou) Science & Technology Co. Ltd, Changzhou Youze Technology Co. Ltd, Trina Solar Energy (Shanghai) Co. Ltd und Yancheng Trina Solar Energy Technology Co. Ltd zusammen mit ihren verbundenen Unternehmen in der Europäischen Union, wie es im Amtsblatt der EU-Kommission heißt.

Trina Solar hatte bereits angekündigt, dass es den europäischen Photovoltaik-Markt künftig mit Produkten versorgen wolle, die außerhalb Chinas gefertigt würden. „Wir glauben, dass die aktuelle Auslegung des Undertakings die Regeln und den Umfang der ursprünglichen Vereinbarung misstinterpretiert und so die Umsetzung unserer globalen Expansionsstrategie beeinträchtigt“, begründete Trina-Solar-Vorstandschef Jifan Gao im Dezember die Entscheidung.

Das Undertaking war 2013 als Kompromiss ausgehandelt worden, damit die chinesischen Photovoltaik-Hersteller auf ihre Importe in die EU nicht die ermittelten Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle zahlen müssen. Die Regelung war zunächst für zwei Jahre befristet. Im Dezember eröffnete die EU-Kommission dann eine von EU Prosun beantragte Auslaufprüfung des Undertakings. Damit gelten die Mindestimportpreise und Volumenbeschränkungen zumindest für den Zeitraum der Untersuchung, die nach maximal 15 Monaten abgeschlossen sein muss, weiter.

Trina Solar ist der erste große chinesische Photovoltaik-Hersteller, der sich freiwillig von der Vereinbarung zurückzog. Allerdings schloss die EU-Kommission im vergangenen Jahr Canadian Solar, Renesola, ET Solar, Znshine, Chint Solar und Sunny Energy wegen diverser Verstöße aus der geltenden Regelung aus. Auch für chinesische Produkte dieser Hersteller müssen seither Zölle bei der Einfuhr in die EU gezahlt werden. (Sandra Enkhardt)

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