Wartung des Stromnetzes

Der BDEW fordert immer wieder mehr Investitionsanreize für den Netzausbau.
Foto: EnBW / Peter Stumpf, Düsseldorf

Deutsches Stromnetz reicht weiter als bis zum Mond

05. August 2014 | Speicher und Netze, Topnews

Es wird viel über den Netzausbau im Zuge der Energiewende diskutiert. Gern vergessen wird dabei, dass Deutschland bereits über ein gut ausgebautes System von Stromleitungen verfügt und die Gefahr von Stromausfällen im internationalen Vergleich doch sehr gering ist.

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Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat interessante Fakten zum deutschen Stromnetz veröffentlicht. Es verfüge derzeit über eine Länge von 1,8 Millionen Kilometern, so die Berechnungen des Verbands. Dies entspreche der 4,5-fachen Entfernung von der Erde zum Mond oder es ließe sich 45-mal um die Erde spannen. Der längste Teil der Stromnetze entfällt mit 1,17 Millionen Kilometern auf die Niederspannungsebene, wie der BDEW ermittelt hat. In den regionalen Verteilnetzen komme die Mittelspannungsebene auf eine Länge von 514.000 Kilometer und die Hochspannungsebene auf 79.700 Kilometer. Die überregionalen Höchstspannungsnetze seien in Deutschland etwa 35.200 Kilometer lang. In seiner aktuellen Statistik hat der BDEW auch ermittelt, dass der größte Teil der Stromleitungen - konkret 1,45 Millionen Kilometer - unter der Erde liegen. Dies sei ein Anteil von 81 Prozent am Gesamtnetz.

Im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien wird auch gern über den notwendigen weiteren Netzausbau gestritten. Der BDEW und die Deutsche Energie-Agentur (dena) weisen gern auf das Fehlen von Leitungen hin und fordern mehr Anreize zum weiteren Netzausbau. So auch diesmal. "Neben den bekannten Herausforderungen bei den Übertragungsnetzen haben wir seit Jahren einen Investitionsstau auf der Verteilnetzebene", erklärt BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller. Die Verteilnetze hätten angesichts der vermehrten Einspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen eine besondere Bedeutung. „Die Investitionssituation für die Verteilnetze ist sehr schwierig. Die jetzigen Bedingungen führen zu unnötigen Verzögerungen beim dringend notwendigen Netzausbau. Daher muss zum Beispiel die Anreizregulierung weiterentwickelt werden“, so Müller weiter. (Sandra Enkhardt)

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