Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi

Staatssekretär Matthias Machnig sucht den Dialog mit der deutschen Solarbranche.
Foto: ThEGA

Deutsche Solarbranche soll vom weltweiten Photovoltaik-Boom profitieren

21. Januar 2016 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Gibt es neue Hoffnung für die deutsche Photovoltaik-Branche? Zumindest hat es nun auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums einen gemeinsamen Workshop mit der Politik gegeben. Dabei ging es weniger um die Verbesserung des Photovoltaik-Marktes hierzulande, sondern eher darum, die Chancen deutscher Solartechnik im Ausland zu erhöhen.

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Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, hat sich mit Vertretern führender Photovoltaik-Unternehmen sowie der Bundesverbände, Gewerkschaften und der Arbeitnehmerseite zu einem Workshop getroffen, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am Donnerstag mit. Der Dialog solle mit einem weiteren Treffen in diesem Jahr fortgesetzt werden. Ziel sei es, die deutsche Solarbranche dahingehend zu stärken, dass sie von der weltweit stark wachsenden Photovoltaik-Nachfrage profitieren könne.

„Für Deutschland als Hochtechnologiestandort ist die Solarindustrie heute und in Zukunft wichtig. Deutschlands Unternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette bei der Photovoltaik ab – diesen Vorteil gilt es zu bewahren“, erklärte Machnig. Der Erhalt von Produktion in Deutschland entspreche der Industriepolitik des Ministeriums, so der ehemalige SPD-Energieminister des Landes Thüringen. Zudem wolle das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit der Branche, „die Chancen deutscher Solartechnik auf den weltweiten Märkten wieder zu erhöhen“, sagte Machnig. In den vergangenen Jahren hat die deutsche Solarindustrie dem BSW-Solar zufolge wegen „eines harten Verdrängungswettbewerbs Teile ihres Umsatzes an Unternehmen aus Ländern wie China und den USA abgeben müssen“.

Verbandspräsident Joachim Goldbeck begrüßte den wieder intensivierten Dialog zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und der Photovoltaik-Branche. „Die Solarwirtschaft steht in einem harten internationalen Wettbewerb“, erklärte er. Deutsche Photovoltaik-Unternehmen könnten sich nur mit außerordentlicher Innovationskraft und Systemkompetenz global behaupten. Dafür müssten sie aber der Konkurrenz voraus sein und bleiben. „Dazu sind aber auch verlässliche Investitionsbedingungen auf dem Heimatmarkt und der Zugang zu Kapital für die zumeist mittelständischen Unternehmen notwendig“, sagte Goldbeck weiter. (Sandra Enkhardt)

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Dominik Bausenwein aus Garching

Dienstag, 09.02.2016 13:36

Nun, ich vermisse die Information das wir (Deutschland) für den weltweiten Photovoltik Boom verantwortlich sind. Auf Grund von 100derten Millarden (wenn nicht sogar schon Billionen) aus EEG + SolarDienstleistung [...]

Hubertus Grass aus Karlsruhe | http://www.energiewendeblog.de

Samstag, 23.01.2016 15:40

Was will diese Bundesregierung in der Energie-, Umwelt- und Klimapolitik? Daran dass sich zuständigen die Minister der SPD, Gabriel und Hendricks, fast täglich widersprechen, haben wir uns fast gewöhnt. [...]

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Kommentare 1 - 2 von 2

Dominik Bausenwein aus Garching

Dienstag, 09.02.2016 13:36

Nun, ich vermisse die Information das wir (Deutschland) für den weltweiten Photovoltik Boom verantwortlich sind.

Auf Grund von 100derten Millarden (wenn nicht sogar schon Billionen) aus EEG + SolarDienstleistung haben wir den Welthandel in der letzten Dekade maßgeblich zur Photovoltaik gepuscht.

Deutschlands globaler "Titel Mama/Papa der zivilen Solar/PV-Technik" schwappt jetzt wieder als kleiner Welle zurückund zwinkt dazu, dass sich unsere 10Jahre gealterte/subventionierte SolarBranche überdenkt. Alle die sich hier anstecken lassen denken sehr sehr lokal und klein.

Unser globaler Verdienst ist das wir die Herstellungs-Kosten für Solarzellen auf ein Zehntel reduziert und somit auch erschwinglich für China / oder sogar Entwicklungsländer gemacht haben.
Warscheinlich macht uns das erfolgreicher als unsere Entwicklungshilfe der letzten 50 Jahre.
Solarzellen sind mittlerweile auf Bausstoff Niveau,... man kann nicht-.. und wird nicht mit China mithalten können Glas billiger zu fertigen.

Unsere Stärke liegt in der Technik... kleiner Tipp:
Leistungsverwaltungsmanagment, Batteriespeicher, E-Autos. Da ist noch was zu holen. Wir können auch warten bis unsere fossilen Autohersteller in Ihrer Sturheit Bankrott gehen, während sie beobachten wie sich in den USA der Te*la verkauft.

Deutschland denkt zu klein, nicht wir müssen uns dem Boom anschließen, wir sind dafür verantwortlich!

Wünsche euch einen sonnigen Sommer,
Dominik
Bausenwein

Hubertus Grass aus Karlsruhe | http://www.energiewendeblog.de

Samstag, 23.01.2016 15:40

Was will diese Bundesregierung in der Energie-, Umwelt- und Klimapolitik? Daran dass sich zuständigen die Minister der SPD, Gabriel und Hendricks, fast täglich widersprechen, haben wir uns fast gewöhnt. Jetzt setzen Minister und Staatssekretär binnen weniger Tage völlig unterschiedliche Signale. Keinen Welpenschutz für Erneuerbaren! http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/gabriel--keinen-welpenschutz-fr-erneuerbare-me[..] sagte der Minister. Jetzt will sein Staatssekretär die Erneuerbaren auf anderen Feldern fördern. Hü und Hott in einem Atemzug - so kann Energiepolitik nicht gelingen.

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