Wartungsarbeiten am Stromnetz

Lösungen für ein intelligentes und leistungsfähiges Stromnetz lässt die Bundesregierung im Rahmen einer Forschungsinitiative untersuchen und entwickeln.
Foto: EnBW / Peter Stumpf, Düsseldorf

Bundesregierung lässt "Zukunftsfähige Stromnetze" erforschen

19. August 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben die Forschungsinitiative "Zukunftsfähige Stromnetze" gestartet. In insgesamt 83 Vorhaben sollen Technologien entwickelt und untersucht werden, mit denen das Stromnetz fit für die Energiewende gemacht werden kann.

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Bis 2050 sollen die erneuerbaren Energien in Deutschland 80 Prozent des Strombedarfs bereitstellen – ein Ziel, das nur mit leistungs- und anpassungsfähigen Stromnetzen zu erreichen ist. Daher hat die Bundesregierung jetzt die Forschungsintitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ offiziell gestartet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben insgesamt 83 Vorhaben ausgewählt, die sie im Rahmen dieser Initiative mit etwa 157 Millionen Euro fördern wollen. Nach der gemeinsamen Forschungsinitiative im Bereich Energiespeicher vom Sommer 2011 ist die Initiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ die zweite gemeinsame Maßnahme im Rahmen des Energieforschungsprogramms.

Schon in der Ausschreibungsphase ist die Initiative laut Pressemitteilung auf ein reges Interesse bei der Industrie und bei Forschungseinrichtungen gestoßen. Insgesamt wurden 171 demnach Projektskizzen eingereicht; viele Projektvorschläge befassten sich mit intelligenten Verteilnetzen, Übertragungsnetzen sowie Netzregelungsverfahren und Systemdienstleistungen. An den jetzt für die Förderung vorgesehenen Vorhaben beteiligen sich über 90 Hochschulinstitute und Forschungseinrichtungen und mehr als 90 Firmen, darunter über 40 kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Als Grund für die Forschungsinitiative nennt die Bundesregierung ihr Energiekonzept, das "ambitionierte Leitlinien für das zukünftige Energiesystem" festlege. Stromnetze müssten zukünftig eine aktivere Rolle bei der Energiebereitstellung übernehmen. Neue Anforderungen entstünden zum Beispiel daraus, dass die dezentrale Erzeugung und die Verbrauchsschwerpunkte geografisch sehr weit auseinander liegen können. Abhilfe könnten da neue Übertragungstechnologien wie die Hochspannungsgleichstromübertragung schaffen. Als eine weitere Herausforderung nennen die beteiligten Bundesministerien die volatilen Verhältnisse bei der Einspeisung aus Wind- und Sonnenenergie. Das erfordere eine Informations- und Kommunikationstechnik der Netze, die zu jeder Zeit die Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch halte. Zu einer Lösung könnten optimierte Übertragungs- und Verteiltechniken, intelligente Stromnetze, neue Konzepte zur Netzplanung und Betriebsführung sowie ein innovatives Lastmanagement beitragen.

Viele dieser notwendigen Technologien, so die Ministerien in einer gemeinsamen Erkärung, seien noch in der Entwicklung und müssten ihre Einsatzreife erst unter Beweis stellen. Die Förderinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“ setze an diesem Punkt an und solle einen die gesamte Wertschöpfungskette umfassenden Innovationsprozess in Gang setzen. Das sei entscheidend, um Technologiesprünge zu machen, Kosten zu senken und eine schnelle Markteinführung neuer innovativer Netztechnologien zu ermöglichen.

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