Solarworld-Standort in Freiberg

Solarworld ist einer der letzten Photovoltaik-Hersteller, der noch in Deutschland produziert
Foto: Solarworld AG

Bericht: Solarworld einig mit Investor aus Katar

17. Juni 2013 | Märkte und Trends, Topnews

Der Bonner Photovoltaik-Konzern hat nach einem Zeitungsbericht über seine Entschuldung mit einem Investor aus Katar und einem Großteil seiner Gläubiger geeinigt. Auch Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck will elf Millionen Euro aus eigenen Mitteln für die Rettung beisteuern.

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Die Solarworld AG braucht dringend frisches Kapital. Der hoch verschuldete Photovoltaik-Hersteller soll nun aber eine Einigung mit einem Investor aus dem Emirat Katar sowie einem Großteil seiner Gläubiger über eine Neuordnung der Finanzen erreicht haben, wie das „Wall Street Journal Deutschland“ unter Bezug auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person berichtet. Demnach sei geplant, dass das katarische Unternehmen Qatar Solar Technologies rund 35 Millionen Euro für etwa 30 Prozent der Solarworld-Anteile nach einer geplanten Kapitalerhöhung erwerben soll. Zudem soll das Unternehmen nach den Informationen der Zeitung eine Wandelanleihe über etwa 200 Millionen Euro zeichnen, um zusätzliches Kapital für den deutschen Hersteller bereitzustellen.

Auch der Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck will sich mit Millionen aus seiner Privatschatulle an der Rettung beteiligen. Dem Bericht zufolge will er rund elf Millionen Euro Eigenkapital zusteuern und damit rund 20 Prozent der neu ausgegebenen Anteile erwerben.

Solarworld wollte sich auf Anfrage von pv magazine zu dem Bericht nicht äußern. Es ist damit zu rechnen, dass Anfang Juli auf den zwei Gläubigerversammlungen sowie auf der außerordentlichen Hauptversammlung neue Details bekannt werden dürften. Zwischen dem 8. und dem 10. Juli sollen die Gläubiger und Aktionäre dem Rettungsplan, der einen umfassenden Schulden- und Kapitalschnitt vorsieht, zustimmen. Sollte das Vorgehen bestätigt werden, könnte Solarworld rund 60 Prozent seiner derzeitigen Schulden durch neue Aktien ablösen. Allerdings wären die bisherigen Aktionäre weitgehend aus dem Konzern gedrängt und die Gläubiger hatten dann deutlich mehr Einfluss. Im dritten Quartal hofft Asbeck die finanzielle Restrukturierung des Photovoltaik-Herstellers abgeschlossen zu haben. (Sandra Enkhardt)

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