Solarpark von IBC Solar in Thüringen

Während in vielen Bundesländern der Photovoltaik-Zubau 2015 weiter rückläufig war, gab es in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen eine leichte Erhöhung.
Foto: IBC Solar AG

AEE: Photovoltaik-Zubau im Osten gegen den Trend

16. Februar 2016 | Politik und Gesellschaft, Hintergrund, Topnews

Im vergangenen Jahr ist die neu installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland insgesamt weiter geschrumpft. Allerdings lag nach einer Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Photovoltaik-Zubau höher als noch 2014 – wenn auch auf niedrigem Niveau.

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Insgesamt ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland 2015 auf unter 1500 Megawatt gesunken. Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat nun die Daten ausgewertet und dabei festgestellt, dass in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sogar etwas mehr Photovoltaik-Kapazität als 2014 installiert wurde. In Mecklenburg-Vorpommern sei der Zubau nahezu stabil geblieben. „Nur die östlichen Bundesländer widerstehen erfreulicherweise dem aktuellen Abwärtstrend beim Ausbau der Photovoltaik“, erklärte Philipp Vohrer, Geschäftsführer der AEE. Insgesamt liegt der Zubau aber unter deutlich dem Zielkorridor der Bundesregierung von 2,5 Gigawatt. „Damit die Solarenergie die ihr zugeschriebene tragende Rolle im Energiesystem der Zukunft ausfüllen kann, muss sie aber in allen Ländern wieder stärker ausgebaut werden“, forderte Vohrer deshalb.

Die Auswertung im AEE-Bundesländerportal ergab, dass in Sachsen-Anhalt 2015 etwa 22 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut worden seien als noch 2014. In Brandenburg habe das Plus bei 12,6 Megawatt und in Thüringen bei 5 Megawatt gelegen. Bei der neu installierten Leistung gemessen an der Bevölkerungszahl lag habe im vergangenen Jahr ebenfalls Sachsen-Anhalt mit 80,5 Kilowatt pro 1.000 Einwohner vorn gelegen, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 64,5 Kilowatt und Brandenburg mit 59,3 Kilowatt. Diese lagen der AEE zufolge alle deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt von 18,4 Kilowatt. Den stärksten Einbruch unter den Flächenländern habe mit einem Rückgang um zwei Drittel prozentual das Saarland hinnehmen müssen. Auch Baden-Württemberg und Hessen zeichneten mit jeweils 36 Prozent starke Rückgänge beim Zubau. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betrug das Minus ebenfalls noch jeweils 32 Prozent, wie es weiter hieß.

In absoluten Zahlen war einmal mehr der Freistaat Bayern mit 301 Megawatt Spitzenreiter beim Photovoltaik-Zubau in Deutschland. Auf den Plätzen folgten demnach 2015 Sachsen-Anhalt mit 180 Megawatt und Baden-Württemberg mit 164 Megawatt. Auch bei der installierten Gesamtleistung liege Bayern weiter klar vorn mit 11.395 Megawatt vorn und hierbei vor Baden-Württemberg mit 5.247 Megawatt und Nordrhein-Westfalen mit 4.329 Megawatt. (Sandra Enkhardt)

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