Hier finden Sie die aktuellen Ergebnisse von PV+Test, dem herstellerunabhängigen Modultest von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG.

Module test details and results in english

Modul-Bestenliste

Module, die die versprochenen 20 Jahre Lebensdauer nicht erreichen, sind der Alptraum eines jeden Kunden und auch Installateurs. PV+Test bietet Orientierung bei der Auswahl der Module. Denn der Modultest bewertet die Produkte nicht nur nach Leistungskriterien, sondern auch nach ihrer Alterungsbeständigkeit, der elektrischen Sicherheit, der Verarbeitung, der Qualität der begleitenden Dokumentation, den Garantiebedingungen und der Montagefreundlichkeit.

Die Kriterien für diese umfassende Bewertung hat ein Industriebeirat diskutiert und verabschiedet, den die Abteilung für Ingenieursdienstleistungen der Solarpraxis AG einberufen hat. Die Sitzungen waren für alle Hersteller, Prüflabore und andere interessierte Experten aus der Solarwirtschaft offen.

Da diese Tests sehr umfangreich und damit teuer sind, werden sie von den Modulherstellern bezahlt. Trotzdem sind die Tests unabhängig. Dafür steht das akkreditierte Prüflabor des TÜV Rheinland. Die Hersteller haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse. Sie können lediglich entscheiden, ob die Ergebnisse tatsächlich mit ihrem Namen veröffentlicht werden oder nicht. Werden sie nicht veröffentlicht, gehen sie trotzdem in den Notenspiegel ein. Da verständlicherweise die Hersteller schlecht getesteter Module die Veröffentlichung ablehnen werden, ist PV+Test also eine Bestenliste. Am Notenspiegel erkennen Kunden, wie die veröffentlichten Ergebnisse einzuordnen sind. TÜV Rheinland und Solarpraxis führen die Tests kontinuierlich weiter durch und die PV+Test-Liste soll wachsen. Sobald ein neues Modul den Test bestanden hat, werden die Ergebnisse veröffentlicht.

Links:

Notenspiegel

Bewertungschema   gesamt sehr gut sehr gut (-) gut (+) gut gut (-) befriedrigend (+) befriedigend ausreichend mangelhaft
ab 2013 PV+Test 2.0 5 1   1 1     1 1  
2011-2013 PV+Test 1.0 19 1 3 6 5 1   2 1  
gesamt   24 2 3 7 6 1   3 2  

Artikel zu den einzelnen Tests und zum Testprogramm

Die ausführlichen Testergebnisse werden fortlaufend im pv magazine veröffentlicht.

 

Kurzmeldung Januar 2015

PV+Test 2.0: Hanwha-Modul verbessert auf gut(+)

Hanwha Solar hat erneut ein polykristalline Photovoltaik-Modul der Serie HSL 60 Poly durch PV+Test prüfen lassen. Verbesserungen gab es insbesondere bei der Leistung, sodass das Modul mit gut(+) bewertet wurde.

 

Artikel aus PVD 01/2014
Hanwha-Modul mit gut bewertet

PV+Test 2.0: Das Modul, das die neuen, verschärften Testkriterien von PV+Test bestehen musste, punktete bei der PID-Resistenz, den Garantiebedingungen und der Dokumentation. Auf zwei Schwachpunkte hat der Hersteller inzwischen reagiert.

Kurzmeldung vom Januar 2014
Hanwha Solarone Module in PV+Test 2.0

Das polykristalline Modul HSL60P6-PB-1-245 (HSL 60 Poly) von Hanwha SolarOne hat im ersten Anlauf den PV+Test mit gut bestanden. Im Prüflabor zeigte sich, dass es unter anderem die verschärften Alterungstests, den PID-Test und die Überprüfung der Leistungsparameter bestanden hat.

 

Im Qualitätstest durchgefallen
(09/2013)

Im Prüfprogramm für Photovoltaikmodule PV+Test von Solarpraxis AG und TÜV Rheinland stoßen die Prüfer auf auf grobe Qualitätsfehler. Normalerweise berichten wir über die Gewinner, dieses Mal über Verlierer.

Solarworld in PV+Test 2.0
(06/2013)

Zwei weitere Module haben den Modultest von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG, Herausgeberin von pv magazine, durchlaufen. Das Solarworld-Modul „Sunmodule Plus  SW 245 poly“ schneidet in dem Test mit sehr gut ab, das andere getestete Modul nur mit befriedigend.

Zwischenbilanz - Von PV+Test 1.0 zu PV+Test 2.0
(06/2013, nur für Abonnenten)

Im Februar 2011 wurden die ersten Testergebnisse von PV+Test veröffentlicht – dem unabhängigen PV-Modulvergleichstest von Solarpraxis und TÜV Rheinland. Das neuartige Prüfkonzept offenbarte in den ersten zwei Jahren Aufschlussreiches und Überraschendes. Eine Zwischenbilanz zu PV+Test vom Prüfingenieur Andreas Cox.

 

 

PV+Test-Artikel (Ausgabe 10/2012): JS Solar im Doppelpack

PV+Test: Vier weitere Module aus China haben mittlerweile den Test von Solarpraxis und TÜV Rheinland durchlaufen. Der Hersteller JS Solar zeigt dabei mit zwei Modellen, dass auch in China mit hoher Qualität produziert wird. Die Module von zwei weiteren Herstellern machen allerdings deutlich, dass darauf leider nicht immer Verlass ist.

 

PV+Test-Artikel (Ausgabe 04/2012): Jetion im PV+Test

Modultest: Erstmals hat sich auch ein chinesischer Hersteller dazu entschieden, die Ergebnisse des Modultests von TÜV Rheinland und Solarpraxis zu veröffentlichen. Ein polykristallines Modul von Jetion Solar besteht das anspruchsvolle Prüfprogramm mit der Note "gut (+)".

 

PV+Test-Artikel (Ausgabe 03/2012): IBC Solar in der Bestenliste

Modultest: Nun hat sich auch IBC Solar den Herausforderungen des Prüfprogramms von TÜV Rheinland und Solarpraxis gestellt. Das monokristalline Modul mit 240 Watt Leistung kann sich gut unter seinen Konkurrenten behaupten.

PV+Test-Artikel (Ausgabe 10/2011): Neues Modul ganz oben

Modultest: Im September haben zwei Module PV+Test abgeschlossen. Das Solon Blue 230/07 führt ab jetzt die Bestenliste des Qualitätssiegels von TÜV Rheinland und Solarpraxis AG an. Das andere führt vor Augen, was alles schlecht laufen kann.

 

 

Interview Andreas Cox (Ausgabe 05/2011): Aus dem Test lernen
Modultests: Tests helfen dabei, sich für ein bestimmtes Modul zu entscheiden. Auf der einen Seite mögen das die Hersteller. Auf der anderen Seite fürchten sie sich davor. Andreas Cox, der für den Test verantwortliche Prüfingenieur beim TÜV Rheinland, berichtet von den Reaktionen.

 

 

PV+Test-Artikel (Ausgabe 02/2011): Modul-Bestenliste startet
Qualitätssicherung: PV+Test ist ein neues Qualitätssiegel, das Orientierung auf dem Modulmarkt bieten soll. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Die meisten Module, die den unabhängigen Modultest durchlaufen haben, entsprechen den notwendigen Anforderungen. Doch in einigen Einzelwertungen zeigen sich deutliche Unterschiede.
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Interview Willi Vaaßen (Ausgabe 02/2011): Den Kunden Sicherheit geben
Modultests: PV+Test hat in der ersten Runde acht Module getestet und eine Rangfolge für die Qualität festgelegt. Willi Vaaßen vom TÜV Rheinland erklärt, wie man sie zum Kauf von Modulen am besten nutzt.
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Glossar (Ausgabe 02/2011): So prüft PV+Test
Glossar
: PV+Test bewertet nach einer Vielzahl von Messergebnissen und berücksichtigt zahlreiche Moduleigenschaften. Dabei zeigt sich, was nach Ansicht der Experten ein gutes Modul ist. Dazu gehören neben den guten Leistungsparametern unter anderem eine hohe elektrische Sicherheit und eine gute Alterungsbeständigkeit.
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Im Test:

Hanwha SolarOne HSL60P6-PB-1-245

Die Modulserie HSL ist seit April 2013 auf dem Markt. Hanwha beschreibt das Modul als Universalmodul. Es ist mit 60 Zellen bis 260 Watt Leistung verfügbar und mit 72 Zellen mit einer Leistung bis 310 Watt. Es gibt in der Baureihe auch Module ganz in Schwarz vornehmlich für private Aufdachanlagen. Die HSL-Serie löst die SF-Serie ab. Die neuen Module sind laut Hanwha leichter, kompakter, haben Anti-PID-Funktionalität und eine verbesserte Zelltechnologie mit besserem Schwachlichtverhalten. Die Module werden außerdem stromsortiert geliefert. Da in einer Reihenschaltung im String die Stromstärke des schwächsten Moduls entscheidend ist, lasse sich dadurch der Ertrag im Vergleich zu einer Leistungssortierung steigern.

Getestet wurde ein 60-Zeller mit 245 Watt Leistung aus der ersten Lieferung nach Europa im Mai 2013. Seitdem sind nach Aussagen von Hanwha 300 Megawatt des neuen Produkts weltweit verkauft worden. Es ist in den Märkten Europa, Afrika, China, Indien, Südamerika, USA und Australien verfügbar. Für das zweite Halbjahr 2014 seien weitere Varianten in Planung, eine Version für sehr warme Umgebungen mit speziellen wärmeabführenden Komponenten und eine Variante, die in Systemen von 1.500 Volt Systemspannung eingesetzt werden kann.

Solarworld Sunmodule Plus SW 245 poly

Das Sunmodule Plus SW 245 poly ist laut Aussage des Bonner Herstellers Solarworld für alle Anwendungsbereiche vom Wohnhausbereich bis zur Freiflächenanlage geeignet. Es ist in den Leistungsklassen 240 bis 255 Watt erhältlich. Der getestete Modultyp mit 245 Watt Nennleistung wird seit 2010 produziert. Bisher wurden von dieser Leistungsklasse rund 860.000 Stück mit einer Gesamtleistung von ungefähr 211 Megawatt verkauft, laut Solarworld überwiegend in Europa, aber auch in den USA, Asien, Australien, Südamerika und anderen Teilen der Welt. Für die USA wird der Modultyp mit angepasstem Rahmen angeboten.

Das Sunmodule Plus SW poly ist der am häufigsten verkaufte Produkttyp von Solarworld. Das ist einer der Gründe, warum sich Solarworld dazu entschieden hat, dieses Modul in den PV+Test zu schicken. Zudem habe man sich bewusst für ein Standardmodul ohne weitere Spezifizierung entschieden, um möglichst aussagekräftige und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Die Frontseite des Moduls ist mit einem vier Millimeter dicken, unstrukturierten, hochtransparenten und gehärteten Solarglas bestückt. Es ist laut Solarworld mehrfach nachgewiesen PID-frei, Ammoniak- und Salz-Nebel-beständig und zudem wüstensicher. Über das „power controlled“ Programm vom TÜV Rheinland sei außerdem sichergestellt, dass die gemessene Modulleistung korrekt ist und die Qualität dauerhaft gleich bleibt.

Solon Blue 230/07

Das Solon Blue 230/07 ist ein polykristallines Modul, das es außer in der getesteten Leistungsklasse mit 235 Watt auch in Leistungsklassen von 225 bis 260 Watt gibt. Es hat einen Hohlkammerrahmen, und das Frontglas besteht aus vier Millimeter dickem Solarglas. Dadurch ist das Modul nach Aussage von Solon sehr stabil. Die hohe Qualität des Moduls bedinge auch einen leicht höheren Preis. Daher sei es ein typisches Modul für den Wohnhausbereich. Es werde von Projektentwicklern aber auch häufiger auf größeren Industriedächern und teilweise auch in Freiflächenanlagen verbaut.

Das Modul ist seit April 2009 für den europäischen Markt erhältlich. Seitdem wurden Module mit einer Gesamtleistung von ungefähr 200 Megawatt produziert. Für den US-Markt bietet Solon eine Variante mit UL-zertifizierter Anschlussdose an. Seit Februar 2010 hat das Modul auch das MCS-Zertifikat für den britischen Markt. Nach Aussage von Solon ist dieses Modul der Verkaufsschlager des Unternehmens. Es ist auch in einer monokristallinen Variante mit dem Namen Solon Black 230/07 erhältlich.

Schott Solar Schott Poly 290
 
Das Schott Poly 290 mit einer Nennleistung von 290 Watt ist seit 2008 auf dem Markt. Es besitzt 80 polykristalline Zellen und ist das einzige Modul im Test, das nicht nur auf der Vorderseite durch eine Glasscheibe geschützt ist, sondern auch auf der Rückseite. Dadurch ist es nach Aussage von Schott Solar besonders gut gegen widrige Umgebungsbedingungen geschützt. Glas sei eben undurchlässig für Wasser, Wasserdampf, Säuren, Ammoniak, Öle und Lösungsmittel. Auch für Gebiete mit hohen Schnee- und Windlasten sei es geeignet. Das Modul zeichne sich durch eine hohe Langzeitstabilität aus. Das sei grundsätzlich in allen Marktsegmenten, also Residential, Commercial und Freifläche, interessant. Trotz des im Vergleich zu Modulen, die auf der Rückseite eine deutlich leichtere Folie haben, höheren Gewichts werde das Poly 290 auch im Aufdachbereich installiert. Nach Angaben des Herstellers wurden Module dieses Typs mit einer Leistung von 50 Megawatt verkauft. Es ist das Nachfolgeprodukt des Moduls ASE 260, von dem über 100 Megawatt produziert worden seien. Im Juli 2010 hat Schott eine lineare Leistungsgarantie eingeführt mit dem Endpunkt von 82,5 Prozent der Nennleistung nach 30 Jahren. Im Mai bringt Schott Solar eine kleinere Variante des Moduls auf den Markt, das Poly 185.

Sharp NU-180E1
 
Das monokristalline Modul von Sharp hat eine Nenn-leistung von 180 Watt und ist seit 2007 auf dem Markt. Seitdem sind nach Angaben des Herstellers Module dieses Typs mit einer Leistung von insgesamt 180 Megawatt verbaut worden. Es sei für Einsatzbereiche mit hohem Leistungsbedarf ausgelegt und universell verwendbar. Die Zelloberfläche sei so strukturiert, dass das Modul hohe Erträge verspreche. Sharp verwendet vergütetes Weißglas. Die Entwicklung basiere auf 50 Jahren Erfahrung im Photovoltaikbereich. Aus der gleichen Reihe wie das getestete Modul bietet der Hersteller noch ein 185-Watt-Modell an. In der Zwischenzeit hat Sharp eine kleine Änderung am Modulrahmen vorgenommen, durch die das Modul etwas leichter geworden ist (neue Bezeichnung NU-180E1H).

IBC Monosol 240 ET

Das Monosol 240 ET von IBC Solar ist in fünf verschiedenen Leistungsklassen von 230 bis 250 Watt erhältlich. Es ist mit 60 Solarzellen von Bosch bestückt und wird im Auftrag von IBC Solar von der Firma Solarwatt in Dresden hergestellt. IBC sichert die Qualität nach eigenen Angaben durch regelmäßige Audits und Qualitätskontrollen. Die Fertigung in Deutschland bedinge auch in einen etwas höheren Preis. Das Modul ist laut Hersteller vor allem für den Einsatz auf Einfamilienhäusern geeignet, bei denen es auf ein gutes Aussehen und eine effiziente Nutzung der vorhandenen Dachfläche ankommt. Es werde aber auch auf gewerblichen Gebäuden und auf Industriedächern verbaut.

Schon seit dem Jahr 2007 ist das Modul auf dem Markt erhältlich. Mittlerweile ist es für alle europäischen Märkte zertifiziert. Seit Vertriebsbeginn hat IBC ungefähr 300.000 Exemplare dieses Modultyps verkauft. Ein Hohlkammerrahmen aus Aluminium sorgt laut Hersteller für die nötige Stabilität. Aufgrund seiner Ammoniak- und Salzwasserbeständigkeit könne das Modul auch gut in landwirtschaftlichen Betrieben oder in Küstennähe eingesetzt werden.

JS Solar JS230P

Laut JS Solar gehören die beiden getesteten Module JS190D und JS230P zu den kostengünstigsten Modulen des Herstellers und zu denen, die in Europa am häufigsten nachgefragt werden. Unter anderem deshalb hat sich JS Solar dazu entschieden, diese beiden Modultypen in den PV+Test zu schicken. Die Module werden vollautomatisch gefertigt und alle Rohmaterialien und Komponenten vor der Fertigung gründlich auf ihre Qualität geprüft. Sie kommen vor allem in großen Aufdachanlagen und in Freiflächenanlagen zum Einsatz, seien aber auch gut für kleinere Dachprojekte geeignet.

Mit dem JS230P bietet JS Solar außerdem ein polykristallines Modul mit 60 Sechs-Zoll-Zellen an. Es wird bereits seit dem Jahr 2007 produziert. JS Solar hat seitdem Module dieses Typs mit einer ungefähren Gesamtleistung von 800 Megawatt hergestellt. Davon wurden etwa 300 Megawatt unter eigenem Namen vertrieben und rund 500 Megawatt als OEM-Produkte verkauft. Laut JS Solar ist die Leistung des JS230P besonders stabil. Der stabile 50-Millimeter-Rahmen biete besondere Sicherheit auch an Orten mit hoher Windlast.

Mitsubishi Electric PV TD 185 MF5
 
Das polykristalline Modul von Mitsubishi ist seit dem zweiten Quartal 2008 auf dem Markt und hat eine Nennleistung von 185 Watt. Es sind nach Angaben des Herstellers schon Module mit insgesamt mehr als 100 Megawatt Leistung installiert worden. Es ist das Modell von Mitsubishi für den universellen Einsatz, in Abgrenzung zu den Modellen für den ökonomischen und den Modellen für den designorientierten Einsatz. Mitsubishi legt nach eigenen Angaben einen sehr großen Wert auf die elektrische Sicherheit. Deshalb habe das Modul für jeden der beiden elektrischen Anschlüsse eine eigene Anschlussdose. Sie seien jeweils mit einem nicht brennbaren Material vergossen. Insgesamt kommen dabei drei Bypassdioden zum Einsatz. Für die mechanische Steifheit hat das Modul auf der Rückseite eine Querstrebe. Daran befinden sich Kabelklipps, die dem Installateur die Arbeit erleichtern. Außerdem sei dem Unternehmen eine umweltbewusste Herstellung sehr wichtig. Das Modul sei deshalb mit bleifreiem Lot gearbeitet und konform zur RoHS-Richtlinie der EU.

Jetion JT235PCe

Jetion im PV+Test: Der chinesische Hersteller Jetion Solar bietet das Modul JT235PCe als Standardserie mit Nennleistungen zwischen 225 und 245 Watt an. Auf Wunsch seien auch Sonderlösungen möglich. Das Modul kommt nach Angabe des Unternehmens überwiegend in Großprojekten auf Dach- und Freiflächen zum Einsatz, werde aber auch im Kleinanlagenbereich verwendet. Ein Hohlkammerrahmen biete den nötigen Halt für Lasten von bis zu 5.400 Pascal. Durch Öffnungen an der Modulunterseite kann Kondenswasser austreten. Das 3,2 Millimeter dicke Hartglas ist laut Jetion eisenarm, hochtransparent, entspiegelt und beschichtet, was besonders hohe Erträge gewährleiste.

Das Jetion-Modul ist seit 2007 auf dem europäischen Markt erhältlich. Unter dem Markennamen Jetion wurden seither Module mit einer Gesamtleistung von etwa 400 Megawatt in Europa vertrieben. Das Unternehmen tritt allerdings auch als OEM-Hersteller für andere Solarfirmen auf. Für Fremdmarken wurden bisher Module mit einer Gesamtleistung von ungefähr einem Gigawatt produziert. Seit Ende 2011 gibt es eine sogenannte Italus-Serie für den italienischen Markt. Diese entspreche den Richtlinien des Conto Energia, was in Italien einen um zehn Prozent höheren Einspeisetarif möglicht macht.

JS Solar JS190D

Laut JS Solar gehören die beiden getesteten Module JS190D und JS230P zu den kostengünstigsten Modulen des Herstellers und zu denen, die in Europa am häufigsten nachgefragt werden. Unter anderem deshalb hat sich JS Solar dazu entschieden, diese beiden Modultypen in den PV+Test zu schicken. Die Module werden vollautomatisch gefertigt und alle Rohmaterialien und Komponenten vor der Fertigung gründlich auf ihre Qualität geprüft. Sie kommen vor allem in großen Aufdachanlagen und in Freiflächenanlagen zum Einsatz, seien aber auch gut für kleinere Dachprojekte geeignet.

Das JS190D ist mit 72 monokristallinen Fünf-Zoll-Zellen bestückt und seit dem Jahr 2009 auf dem Markt erhältlich. Es wird in Leistungsklassen zwischen 185 und 205 Wattpeak angeboten. Bis Juni 2012 hat JS Solar Module dieses Typs mit einer Gesamtleistung von etwa 1,1 Gigawatt verkauft, davon 400 Megawatt unter eigenem Markennamen, 700 Megawatt wurden als OEM-Hersteller an andere Modulanbieter verkauft und unter fremdem Namen vertrieben.

Conergy PowerPlus 225P
 
Das Conergy-Modul PowerPlus 225P ist eine Weiterentwicklung eines polykristallinen Moduls, das 2007 auf den Markt kam. Nach Angaben des Herstellers ist es für alle Segmente geeignet, also für kleine und mittlere Hausdächer (Residential), für größere Gewerbegebäude (Commercial) und für Großprojekte. Es zeichne sich unter anderem durch ein besonders gutes Schwachlichtverhalten aus. Außerdem sei der Ertrag sehr gut, da das strukturierte Solarglas sehr reflexionsarm sei. Die Kontakte in der Anschlussdose seien alle vollautomatisch gelötet, was für eine gute Qualität zeuge. Ein weiterer Vorteil ist laut Conergy, dass das Modul hochkant und quer montiert werden kann, was dem Installateur eine größere Flexibilität gebe. Es habe den Ammoniaktest der Deutschen Gesellschaft für Landwirtschaft bestanden, so dass es auch für landwirtschaftliche Betriebe geeignet sei. Das Modul hat außerdem einen Steckverbinder, der sich per Drehverriegelung sichern lässt. Rund 250 Megawatt des Moduls seien bereits verbaut worden.

Sovello SV-X-195
 
Das Modul SV-X-195 von Sovello hat eine Nennleistung von 195 Watt und ist nach eigenen Aussagen für sehr viele Marktsegmente geeignet: für kleine und mittlere Hausdächer (Residential), für größere Gewerbegebäude (Commercial), für landwirtschaftliche Betriebe, Schrägdach, Flachdach und Freifläche. Es ist das einzige Modul im Test, dessen polykristalline Wafer nach dem sogenannten String-Ribbon-Verfahren hergestellt werden. Dabei wird das Silizium zwischen zwei Drähten aus der Schmelze gezogen und hat dadurch gleich die richtige Dicke und Breite. Sovello muss bei dem String-Ribbon-Verfahren anders als bei den üblichen Verfahren nicht sägen und kann dadurch nach eigenen Angaben mit rund 50 Prozent weniger Energie und 50 Prozent weniger Silizium produzieren. Das verkürze die Energieamortisationszeit, also die Zeit, innerhalb derer ein Modul so viel elektrische Energie erzeugt hat, wie zu seiner Herstellung nötig war. Das Modul hat nach Aussagen von Sovello auch viele Vorteile im Einsatz: es verhalte sich sehr gut bei Teilabschattungen, da die Zellen vorteilhaft verschaltet sind. Kommt es zu einer Abschattung, sei der Ertrag bis zu zehn Prozent höher als bei konventionell verschalteten Modulen. Das erhöhe auch die Flächeneffizienz bei aufgeständerten Anlagen, da die Reihenabstände kleiner gewählt werden können. Außerdem sei das Schwachlichtverhalten sehr gut. Ebenfalls erhöhe das antireflexionsbeschichtete Solarglas den Ertrag.

Perfect Solar PS 230-6P-TOP
 
Das Modul von Perfect Solar hat eine Nennleistung von 230 Watt und ist 1,66 Quadratmeter groß. Es ist nach Angaben des Herstellers seit Ende 2008 am Markt. Bisher seien Module mit einer Leistung von acht bis zehn Megawatt verkauft worden. Es könne auf Dachflächen sowie Freiflächen montiert werden. Das Modul sei mit einer sogenannten Top-Nano-Beschichtung veredelt. Dadurch werde der Lotusblüten-Effekt nachempfunden. Das habe zur Folge, dass das Modul schmutzabweisend sei, was sich positiv auf den Ertrag auswirke. Perfect Solar versichert, dass das Modul schwermetallfrei und damit recycelbar sei. Es sei mit deutscher Technologie hergestellt. Das bedeutet nach Aussage von Perfect Solar, dass ein Unternehmen in Taiwan die Modulproduktion übernehme und mit Maschinen und Materialien aus Deutschland arbeite.

Weiterführende Informationen

PV+Test-Homepage

Auf der Internetseite des Tests finden Sie noch mehr Informationen zu den Sitzungen des Industriebeirats und weiteren Details.

Alle Hersteller sind eingeladen, sich an dem Test zu beteiligen. Wenn Sie Hersteller sind und Interesse haben, am Test teilzunehmen, bitte kontaktieren Sie:
Andrea Jeremias: andrea.jeremias(at)pv-magazine.com, +49 30 213 0050-23
Andreas Cox: cox(at)de.tuv.com

TÜV Rheinland

Eine Übersicht der Ergebnisse und zur Vorgehensweise: www.tuv.com

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